Deutsche Möbelindustrie rechnet für 2017 mit schwarzer Null

Die deutsche Möbelindustrie rechnet für das vergangene Jahr mit einer schwarzen Null. Insgesamt geht der zuständige Verband von einem Umsatz von knapp 18 Milliarden Euro für 2017 aus

Die deutsche Möbelindustrie rechnet für das vergangene Jahr mit einer schwarzen Null. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 sei der Auslandsumsatz um 1,3 Prozent gestiegen - der Inlandsumsatz sei hingegen um ein Prozent gesunken, teilte der Verband der Deutschen Möbelindustrie am Mittwoch mit. In den ersten zehn Monaten sei insgesamt ein Umsatz von 14,8 Milliarden Euro erreicht worden.

Einschließlich November und Dezember geht der Verband von einem Umsatz von knapp unter 18 Milliarden Euro aus. Dass die Nachfrage in Deutschland sinke, führte er auf den rückläufigen Wohnungsbau zurück. "Weniger gebaute Wohnungen bedeuten zwangsläufig auch weniger Wohnraum zum Einrichten", erklärte Geschäftsführer Volker Fasbender. Trotz der hohen Konsumneigung und der niedrigen Zinsen profitiere die Möbelbranche wenig von der niedrigen Arbeitslosigkeit und den steigenden Einkommen.

Noch nie wurden allerdings so viele Möbel wie im vergangenen Jahr exportiert: Von Januar bis Oktober ging rund ein Drittel aller in Deutschland produzierten Möbel direkt ins Ausland, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie mitteilte.

Fast alle großen außereuropäischen Märkte würden deutlich im Plus liegen: Der Absatz deutscher Möbel in Russland habe erstmals seit Jahren wieder um 7,5 Prozent zugelegt. "Die deutschen Möbelexporte in Richtung USA liegen trotz anfänglicher Verunsicherung nach der US-Präsidentschaftswahl ebenfalls wieder mit 10,3 Prozent im Plus", teilte der Verband mit. Die Exporte in das "Sorgenkind" Großbritannien seien allerdings bis Ende Oktober um 5,9 Prozent eingebrochen.