Deutsche Möbelindustrie leidet unter Lieferschwierigkeiten von Vorprodukten

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Möbeltischler bei der Arbeit

Deutschlands Möbelindustrie leidet unter Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten: Neben Holz seien Metallkomponenten, Beschläge, elektronische Bauteile, Polsterschäume, Bezugsstoffe und Verpackungsmaterialien knapp, teilte die Verbände der Möbelindustrie (VDM/VHK) mit. Es komme zu Verzögerungen bei der Produktion - die Folge seien Verlängerungen bei den Lieferzeiten. Es sei zudem davon auszugehen, dass die Branche höhere Produktionskosten an die Kunden weitergeben müsse.

Die Möbelhersteller erlebten nach Angaben der Verbände im ersten Halbjahr 2021 wie bereits 2020 ein starkes Auf und Ab: "Der zweite, mehrmonatige Lockdown seit Mitte Dezember 2020 führte bei unseren Herstellern zu einer massiven Verschlechterung der Auftragslage." Von Januar bis Juni 2021 machte die Möbelindustrie aber ein Umsatzplus von 4,3 Prozent im Vorjahresvergleich - die Umsätze erreichten 8,4 Milliarden Euro.

Insbesondere die Geschäfte im Ausland liefen besser: Der Auslandsumsatz erhöhte sich im Vorjahresvergleich im ersten Halbjahr 2021 um 10,6 Prozent. Im Inland stieg der Umsatz hingegen lediglich um 1,5 Prozent. Grund hierfür waren das unterschiedliche Infektionsgeschehen und die frühere Aufhebung von Corona-Maßnahmen in wichtigen europäischen Exportmärkten und im Vereinigten Königreich.

Die negativen Auswirkungen der Pandemie hat die Branche den Angaben zufolge aber noch nicht überwunden: Im Vergleich zu 2019 lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2021 noch um 6,3 Prozent niedriger.

fho/ilo

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