Deutsche horten Cent-Münzen im dreistelligen Millionenwert in den Schubladen

Die Deutschen horten 1-Cent- und 2-Cent-Münzen im dreistelligen Millionenwert in ihren Schubladen

Die Deutschen horten 1-Cent- und 2-Cent-Münzen im dreistelligen Millionenwert in ihren Schubladen. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen antwortete, wurden seit der Einführung des Euro insgesamt rund 20 Milliarden Stück dieser beiden Münzwerte durch die Bundesbank ausgegeben. Davon liegen nach letzten verfügbaren Schätzungen bis zu 80 Prozent in Schubladen herum, gingen verloren oder wurden im Ausland in Umlauf gebracht.

Würden alle ungenutzten 1-Cent- und 2-Cent-Münzen aneinandergereiht, "kann man damit sechs Mal die Erde am Äquator umrunden", erklärte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer am Donnerstag. Die Prägung der Münzen sei eine "große Verschwendung an Metallen und Energie". Er plädierte für das niederländische Modell: Dort habe sich der Handel selbst dazu entschlossen, die kleinsten Cent-Münzen nicht mehr zu nutzen und die Summe an der Kasse entsprechend zu runden, erklärte Krischer.

Bei 80 Prozent ungenutzten Münzen addiere sich deren Wert zudem auf rund 220 Millionen Euro, wie die Grünen betonten. Was die Material- und Herstellungskosten angeht, konnte das Bundesfinanzministerium keine genauen Angaben machen. In jedem Fall lägen die Kosten für eine 1-Cent-Münze "über dem Nennwert" und bei der 2-Cent-Münze "darunter", hieß es in der Antwort.