Nach United-Deal: Aktie deutscher Firma im freien Fall

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Nach United-Deal: Aktie deutscher Firma im freien Fall
Nach United-Deal: Aktie deutscher Firma im freien Fall

Den Start in die Partnerschaft hatte sich die deutsche Tech-Firma Team Viewer sicher anders vorgestellt.

Das Unternehmen ist ab der kommenden Saison neuer Trikotsponsor von Manchester United. An der Börse gab diese Meldung dem Aktienkurs allerdings keinen Aufwind - im Gegenteil: Am Freitag rauschte der Kurs rapide nach unten, am Ende stand ein Minus von rund 10 Prozent auf 38,32 Euro. Zwischendurch stand mit weniger als 37 Euro sogar ein Jahrestief zu Buche.

Team Viewer senkt Prognosen - Kurs bricht ein

Grund für diesen rapiden Absturz dürften die nach Bekanntgabe des Deals veränderten Gewinnprognosen sein. Durch die gestiegenen Marketingausgaben wurden die erwartete Umsatzrendite nach unten korrigiert - mit negativen Folgen für den Kurs.

Der Tabellenzweite der Premier League und der Göppinger Softwareanbieter unterzeichneten einen Fünfjahresdeal, der im englischen Profifußball vergeblich seines gleichen sucht.

Wie die Daily Mail berichtet, zahlt der neue Partner den Red Devils satte 275 Millionen Euro - so viel bekam auf der Insel noch kein Team für das Trikot-Sponsoring. Das Unternehmen löst auf der United-Brust den Automobilhersteller Chevrolet ab, der seit 2014 als Hauptsponsor gedient hatte.

Mit der am Freitag verkündeten Kooperation setzte United damit auch in Pandemie-Zeiten neue Maßstäbe, ein ähnlich lukratives Geschäft sei im letzten Jahr nicht über die Bühne gegangen, heißt es in dem Bericht. United-Direktor Richard Arnold sagte: "Wir sind unheimlich stolz, die Partnerschaft mit einem der aufregendsten und dynamischsten Software-Unternehmen der Welt einzugehen."

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In den Social Media äußerten sich nicht wenige Fans etwas verwundert zu der Ankündigung, da der Bekanntheitsgrad von Team Viewer offenbar nicht ganz so hoch ist, wie beispielsweide der von Chevy. Weil das Auto-Logo auf dem United-Trikot aber auch nur wenige Befürworter hatte, dürfte sich die Trauer über den Wechsel in Grenzen halten.

Übrigens: Das Blauweiße Logo wird lediglich in einer rein-weißen Variante auf dem Manchester-Trikot zu sehen sein.