Deutsche FFF-Sektion distanziert sich von Anti-Israel-Post

Berlin (dpa) - Die deutsche Gruppe von Fridays for Future (FFF) hat sich angesichts des Gazakriegs klar von israelfeindlichen Äußerungen auf dem internationalen Account der Klimaschutzbewegung distanziert.

«Nein, der internationale Account spricht - wie zuvor betont - nicht für uns. Nein, der Post ist nicht mit uns abgestimmt. Nein, wir stimmen nicht mit den Inhalten überein», schrieb die Gruppe auf der Online-Plattform X, vormals Twitter.

Harte Anschuldigungen gegen Israel

Auf Instagram hatte der internationale FFF-Account harte Anschuldigungen gegen den israelischen Staat und «westliche Medien» erhoben. «Wie westliche Medien Sie durch Gehirnwäsche dazu bringen, sich auf die Seite Israels zu stellen», heißt es in dem Post zunächst.

Die Medien würden unter anderem verheimlichen, dass die Hamas und ihre Attacken auf Israel verwurzelt seien «in 75 Jahren Unterdrückung und ethnische Säuberungen der Palästinenser». Es handele sich nicht um einen Konflikt, sondern um einen Genozid.

«Unsere Haltung haben wir deutlich gemacht», schrieb die deutsche Sektion mit Verweis auf frühere Posts ihres X-Accounts, in denen sie Solidarität mit Israel bekundet hatten. «Seit gestern erleben wir einen beispiellosen Terror der Hamas gegen Israel. Wir sind entsetzt und trauern um die Opfer. Geht zu den Solidaritätskundgebungen, zeigt Flagge», hieß es etwa am 8. Oktober.

Am Tag zuvor hatten Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas in Israel ein Massaker unter Zivilisten angerichtet und mehr als 200 Menschen verschleppt. Seither bombardiert Israels Armee Ziele in dem abgeriegelten Küstengebiet und bereitet eine Bodenoffensive vor. Auch auf deutschen Straßen kommt es infolgedessen immer wieder zu Demonstrationen von Palästinensern und Unterstützern, bei denen einige Teilnehmer die islamistische Hamas bejubelten.

Vergangenen Freitag hatte Klimaaktivistin Greta Thunberg (20) in sozialen Netzwerken zu einem Streik für Solidarität mit den Palästinensern aufgerufen und damit für Empörung gesorgt. Kritiker monierten insbesondere, dass die Schwedin die 1400 Todesopfer des Großangriffs der islamistischen Hamas auf Israel vor zwei Wochen nicht gesondert erwähnte.