EU erhält weitere 100 Mio. Dosen Pfizer/BioNTech-Impfstoff

Rita Hagedorn
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Weitere Impfstoffdosen für EU, Europa erwägt Maßnahmen zur Nachverfolgung der Impfungen, Deutschland gegen Privilegien für Geimpfte, neue Virusvariante aus Großbritannien in Pakistan und Deutschland aufgetaucht: Der Corona-Überblick.

Die Europäische Union wird zusätzlich 100 Millionen Dosen des von BioNTech und Pfizer entwickelten Impfstoffs beziehen, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Tweet. Damit kommt die EU auf insgesamt 300 Millionen Dosen von dem Präparat, das bereits eingesetzt wird.

Die europäischen Regierungen erwägen Maßnahmen, um die Zahl der Geimpften zu verfolgen und einen Weg aus der Krise zu skizzieren. Frankreich wird ein Verzeichnis der Empfänger des Covid-19-Serums führen und Spanien wird die Personen registrieren, die eine Immunisierung ablehnen.

In Deutschland erwägt die Bundesregierung Gesetzesvorschriften, um die Ungleichbehandlung von Nicht-Geimpften und Geimpften zu verhindern. Bis einschließlich Montag haben 41.962 Bundesbürger bereits das von Pfizer Inc. und BioNTech SE entwickelte Präparat erhalten.

“Viele warten solidarisch, damit einige als erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Montag: “Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.“

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat erklärt, sie habe noch nicht genügend Informationen zur Bewertung des Impfstoffs erhalten, der von AstraZeneca Plc und der Universität Oxford entwickelt wurde. Die beiden hätten auch noch keine Genehmigung beantragt, womit eine Freigabe im Januar unwahrscheinlich wird.

Die Virus-Mutation, die in Großbritannien aufgetreten und bedeutend ansteckender ist, wurde auch in Pakistan und Deutschland festgestellt. Pakistan entdeckte drei Coronavirus-Fälle mit der neuen Variante nach Tests von Personen, die aus Großbritannien zurückkehrten. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist die neue Covid-19-Variante in Niedersachsen in einer Probe aus dem November nachgewiesen worden.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Dienstagmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 14.006 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 1.672.643 Personen festgestellt.

Die Zahl der neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 lag bei 848. Die Gesamtzahl der Todesfälle belief sich auf 31.145.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert bei 0,71 gegenüber 0,82 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Neu: 2. Absatz, Zahl der Geimpften, 6. Absatz zu EMA)

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