Deutsche Bank zementiert Einfluss auf Vermögensverwaltung nach Börsengang

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank wird auch nach dem geplanten Börsengang ihrer Vermögensverwaltung das Zepter fest in der Hand halten. Die Deutsche Asset Management werde in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt, teilte das Frankfurter Geldhaus am Dienstag mit. Diese vor allem bei börsennotierten Familienunternehmen beliebte Rechtsform erlaubt dem Alteigentümer eine weitgehende Kontrolle, auch wenn sein Anteil am Unternehmen sinken sollte.

Die Deutsche Bank begründete den Schritt in erster Linie damit, dass die Einflussmöglichkeiten zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben gewahrt blieben. Momentan ist die Deutsche Asset Management - die künftig komplett unter ihrer Fondsmarke DWS auftreten wird - eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank. Bis spätestens Anfang 2019 will das Institut aber einen Minderheitsanteil der Gesellschaft an die Börse bringen.

Die Umwandlung in eine GmbH & Co. KGaA wird im ersten Quartal 2018 vollzogen. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Deutsche-Bank-Rechtsvorstand Karl von Rohr. Dem zwölfköpfigen Gremium werden darüber hinaus fünf bis sechs unabhängige Mitglieder, vier Arbeitnehmervertreter sowie weitere Vertreter der Anteilseigner angehören.

"Unsere künftige Rechtsform unterstreicht die nachhaltige Verbundenheit der Deutschen Bank mit unserem Geschäft und gewährt gleichzeitig die notwendige operative Eigenständigkeit, um unseren Wachstumskurs voranzutreiben", erklärte Deutsche-AM-Chef Nicolas Moreau.