Deutsche Bank versucht es jetzt mit ESG-Anleihe für Grünenthal

Laura Benitez
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG macht informierten Kreisen zufolge einen neuen Anlauf, im Auftrag des Pharmaunternehmens Grünenthal GmbH Fremdkapital zu beschaffen. Im Februar war das Vorhaben einer Kreditfinanzierung gescheitert, da am Markt Bedenken zu Sucht- und Missbrauchsrisiken in Verbindung mit vom Unternehmen hergestellten Schmerzmitteln grassierten.

Wie zu hören ist, sprechen Banken unter Führung des Frankfurter Branchenprimus heute mit Investoren. Dabei soll es um einen Bond im Volumen von 500 Millionen Euro gehen. Am Anleihemarkt sind die Zinsen für Ramschanleihen niedrigster Bonität so niedrig wie seit vier Jahren nicht. Zu den Grünenthal-Medikamenten gehört unter anderem das Schmerzmittel Tramadol, ein Opiat.

Um die Attraktivität der geplanten Anleihe für Anleger zu erhöhen, hat Grünenthal sich ein Rating für Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte gesichert. Der Spezialist Sustainalytics benotet das Unternehmen mit einem “mittleren Risiko”. Mit dieser Einstufung rangiere Grünenthal moderat über dem Branchendurchschnitt und in den Top 5% in der Pharmaindustrie, wie einem Bericht von Sustainalytics zu entnehmen ist.

Grünenthal plant die Aufnahme von vorrangig besicherten, festverzinslichen Anleihen mit einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren. Sie dürften von S&P mit B+ benotet werden. Mit den Einnahmen soll ein Teil der bestehenden Schulden des Unternehmens refinanziert werden, darunter ein Teil der im Februar aufgenommenen Kreditfazilität über 535 Millionen Euro sowie Schuldschein-Verbindlichkeiten, wie eine Präsentation für Investoren zeigt.

Die virtuell durchgeführten Anlegergespräche werden bis Mittwoch andauern. Ein Sprecher von Grünenthal reagierte nicht auf eine Anfrage für einen Kommentar. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Tries Bonds in New Bid to Raise Cash for Drug Firm

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