Deutsche Bank: Ist die Talfahrt bald beendet?

Fabian Strebin
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Deutsche Bank sucht ihr Heil in Asien

Der Aktienkurs der Deutschen Bank verhart seit Wochen auf niedrigem Niveau. Zuvor sank die Notierung nach enttäuschenden Zahlen für das zweite Quartal. Die Gewinne könnten allerdings bald wieder steigen.

Die Großbank UBS rechnet in den kommenden zwei Jahren mit einem Aufschwung bei europäischen Investmentbanken. Dafür haben die Schweizer Experten drei Gründe ausgemacht: Die Erlöse in der Region Asien-Pazifik wachsen wieder. Dort sind die Europäer stärker im Geschäft als die US- Konkurrenz. Die Märkte sollen wieder stärker schwanken, was bei europäischen Unternehmen die Nachfrage nach Absicherungsprodukten erhöhen dürfte. Drittens sei der Abbau risikogewichteter Vermögenswerte bei europäischen Investmentbanken weitgehend beendet.

Als größten Profiteur der Trends in Europa identifizieren die UBS-Analysten die Deutsche Bank, da der Konzern als einzige europäische Investmentbank noch eine breite Produktpalette biete. Zudem sei die Bank in wichtigen Märkten vertreten.

Dabeibleiben

Das Umfeld für die Deutsche Bank könnte sich demnächst aufhellen. Die Fantasie steigender Zinsen in Europa besteht weiter, zumal die US-Notenbank Federal Reserve im Dezember ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen dürfte. Mit einem KGV von 10 für das nächste Jahr ist die Aktie zudem günstiger bewertet als die Vergleichsgruppe (14).

Gegen einen Kauf spricht jedoch das Chartbild. Der Kurs notiert immer noch deutlich unter der 200-Tage-Linie bei derzeit 15,68 Euro. Der nächste Widerstand liegt bei 14,28 Euro. Gelingt der Ausbruch, rückt die nächste Hürde bei 14,85 Euro in den Fokus. Eine Unterstützung befindet sich auf Höhe von 13,85 Euro.

Ein Neueinstieg bei der Aktie der Deutschen Bank bietet sich derzeit nicht an. Wer investiert ist, bleibt dabei und beachtet den Stopp bei 12,50 Euro.