Deutsche Bank stutzt Bonus-Pläne nach EZB-Kritik: Kreise

Steven Arons
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG kann nach Einwänden der Europäischen Zentralbank wohl nur weniger für Boni ausgeben als geplant. Vorstandschef Christian Sewing muss stärker Rücksicht nehmen auf Appelle der Bankenaufsicht, im Pandemie-Jahr Zurückhaltung zu zeigen.

Deutschlands größte Bank hatte ursprünglich vor, mehr als 2 Milliarden Euro auszuzahlen und damit vor allem die erfolgreichen Handelsetagen zu belohnen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Nach Diskussionen mit der Aufsicht in den letzten Monaten wird es nun ein geringerer Betrag sein, sagten die Personen, die um Anonymität baten. Daraufhin habe die EZB ihre Bedenken fallen gelassen.

Die Deutsche Bank und die EZB lehnten einen Kommentar zu diesem Thema ab.

Das Frankfurter Institut hatte versprochen, jene Banker zu honorieren, die 2020 zum ersten Gewinn seit sechs Jahren beigetragen haben. Speziell der Rentenhandel der Bank hatte die Erträge im letzten Quartal um 17% gesteigert, zum zweiten Mal in Folge besser als der Großteil der Wall Street. Das Geschäft ist für Sewing immer wichtiger, da andere Sparten wegen der Negativzinsen um Erträge kämpfen.

“Wir sind uns selbstverständlich der Empfehlung der EZB sehr bewusst, wonach wir bei der variablen Vergütung maßhalten sollen”, sagte Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke in einem Interview mit Bloomberg TV Anfang Februar. “Wir müssen das abwägen dagegen, dass wir ein starkes Jahr hatten und unsere Leute für diese Leistung wettbewerbsfähig bezahlen müssen.”

Im Vorjahr zahlte die Deutsche Bank Prämien in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, von denen laut Geschäftsbericht 602 Millionen Euro an Angestellte der Investmentbank gingen.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Cut Bonus Plans After ECB Criticized Payout Levels

(Wiederholung vom Donnerstag.)

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