Deutsche Bank startet mit dem „Finanzguru“

 

Deutschlands größte Bank kooperiert mit dem FinTech Dwins. Kunden erhalten ab Dezember exklusiv die Möglichkeit, per App Finanzberatung zu erhalten.

Knapp 700 FinTechs gibt es aktuell in Deutschland. Laut einer vor kurzem von der Comdirekt Bank veröffentlichten Studie kommen pro Woche im Schnitt drei Wettbewerber hinzu. Auch wenn sich das Wachstum der Branche ein wenig verlangsamt, wachsen die Investitionen. 

Auch die Deutsche Bank (IOB: 0H7D.IL - Nachrichten) verkündet nun ihr erstes finanzielles Engagement.  „Wir beteiligen uns mit knapp 25 Prozent an Dwins“, so Markus Pertlwieser, Digitalstrategie-Chef der Deutschen Bank gegenüber dem “Handelsblatt”.  Das Investitionsvolumen soll rund eine Millionen Euro betragen. 

An der Digitalisierung partizipieren

Ziel ist nach Angaben von Pertlwieser die Eröffnung eines neuen Geschäftsfeldes für die Deutsche Bank. Statt wie bisher auf das klassische Endkundengeschäft zu setzen, will das Finanzhaus sein Angebot für Privatkunden erweitern, um besser gegen die mit eigenen Bankingmodellen auf den Markt strebende Konkurrenz der Datengiganten gerüstet zu sein. Zudem zwingt die zum Jahreswechsel in Kraft tretende Zahlungsdienstrichtlinie PSD II die Banken, aggregierte Kundendaten an Dritte weiter zu geben, sollten die Kunden dies verlangen. Eine Kooperation mit einem externen Finanzdienstleister bietet eine Möglichkeit an der Wertschöpfung zu profitieren. Im Gegenzug zum Datenzugang erhält die Deutsche Bank einen Teil der Erträge, statt ganz leer auszugehen. 

Der (Shenzhen: 002631.SZ - Nachrichten) „Finanzguru“  soll den Kunden Geld sparen 

Das Startup Dwins hatte vor einem Jahr den von der Deutschen Bank initiierten Hackathon „API (Stuttgart: 565969.SG - Nachrichten) /Open“ gewonnen und in der Folge seine Software (IOB: 0NJS.IL - Nachrichten) mit Hilfe der Deutschen Bank zur Marktreife entwickelt. Herausgekommen ist die App „Finanzguru“. Eine Finanzassistenz-Software, die auf Grundlage der Daten seiner Anwender individuelle Sparpotentiale erkennt und die Übersicht über Vertragsdaten und Finanzen behält. Dafür analysiert die Anwendung die Zahlungsdaten der Nutzer. Dass sich die Kunden der Bank dagegen verwehren hält Alexander Michel, einer Gründer von Dwins und Entwickler der App für unwahrscheinlich: „Wir sind zuversichtlich, dass uns viele Kunden trotz des hohen Datenschutzbedürfnisses in Deutschland erlauben, auf ihre Daten zuzugreifen“. 

(DW)