Deutsche Bank: Klatsche von Fitch

Fabian Strebin
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Aktionäre der Deutschen Bank haben zuletzt starke Nerven gebraucht. Doch in den vergangenen Tagen hat die Aktie Boden gut gemacht. Die Ratingagentur Fitch ist dennoch skeptisch.

Fitch hat die Bonitätsnote für das deutsche Geldhauses von „A- „auf „BBB+“ gesenkt. Dabei entspricht „BBB+“ einer durchschnittlich guten Anlage. Der Ausblick bleibt hingegen „stabil“. Die Ratingagentur nennt als Gründe für die Abstufung den anhaltenden Druck auf die Ergebnisse sowie die sich hinziehende Umsetzung der neuen Konzernstrategie. Die Experten schreiben: „ Wir gehen nicht länger davon aus, dass die Erträge klare Hinweise auf eine Erholung dieses Jahr zeigen und wir erwarten, dass weitere notwendige Restrukturierungskosten das Nettoergebnis belasten werden“. Im Vergleich zu anderen global aufgestellten Banken habe die Deutsche Bank einen weiteren Weg bei der Restrukturierung.

Chartbild hellt sich auf

In der laufenden Woche haben ein positiver Gesamtmarkt und steigende Renditen an den Anleihemärkten für Kursrückenwind gesorgt. Die geschäftliche Lage bei der Deutschen Bank bleibt schwierig, die Charttechnik hat sich zuletzt allerdings verbessert. Setzt sich die Aufwärtsbewegung fort, kommt als nächstes der waagrechte Widerstand bei 14,89 Euro in den Fokus. Die wichtige 200-Tage-Linie bei derzeit 15,68 Euro ist jedoch noch einige Zähler entfernt. Dort verläuft um 15,72 Euro auch der mittelfristige Abwärtstrend. Eine Unterstützung befindet sich dagegen bei 13,42 Euro.

Fundamental ist die Aktie mit einem KGV von 11 für das kommende Jahr günstig, denn die Vergleichsgruppe wird durchschnittlich mit 14 bewertet. Auch beim Kurs-Buchwert-Verhältnis hat die Deutsche Bank mit 0,4 im Vergleich zur Konkurrenz (0,9) die Nase vorne.

Für den AKTIONÄR bleibt die Deutsche Bank vorerst eine Halteposition. Das Kursziel sinkt von 25,00 auf 18,00 Euro. Der Stopp verbleibt bei 12,50 Euro.