Deutsche Bank: IPO wird konkret

Fabian Strebin
Deutsche Bank: IPO wird konkret

Die Deutsche Bank steckt den Rahmen für den geplanten Teilbörsengang des Tochterunternehmens Deutsche-Asset-Management ab: Die Deutsche Bank selbst könnte laut Handelsblatt der einzige globale Koordinator für den Börsengang werden. Amerikanische Banken sind weitgehend außen vor.

Als sogenannte Senior Bookrunner sind die britische Barcalys, die Citigroup und die Credit Suisse gesetzt. Ein Insider sagte: „Die Entscheidungen für diese Banken sind bereits gefallen, mit ihnen gemeinsam werden wir den Börsengang durchführen.“ Im Regelfall findet ein Börsengang fünf bis sechs Monate nach Bestimmung der beratenden Banken statt. Damit wäre für den wahrscheinlich zwei Milliarden Euro schweren Börsengang April oder Mai kommendes Jahr realistisch.

Die Auswahl der mandatierten Banken könnte darauf hinweisen, dass die Deutsche Bank erwartet, dass sich vor allem europäische Investoren für die neuen Aktien interessieren werden. Denn US-Banken wie Goldman Sachs oder JPMorgan tauchen auf der Liste der beratenden Finanzinstitute nicht auf. Sie hätten sich im Auswahlverfahren gegenüber den Konkurrenten nicht durchsetzen können, so ein Insider. Stattdessen handelt es sich größtenteils um europäische Geldhäuser.

Rückenwind auch für Mutterkonzern

Der Börsengang der Deutsche-Asset-Management ist für 2018 gesetzt. Mit einem Verkauf von 25 Prozent der Anteile könnte die Mutter Deutsche Bank bis zu zwei Milliarden Euro einnehmen. Der Großteil der lukrativen Sparte würde jedoch weiterhin im Besitz der Großbank bleiben.

Der Chart hat sich zuletzt deutlich aufgehellt, die 200-Tage-Linie um 15,40 Euro rückt wieder in den Fokus. Gelingt es, die Durchschnittslinie zu knacken, wäre das ein starkes Kaufsignal. Bereits investierte Anleger bleiben dabei, alle anderen steigen ein und beachten den Stopp bei 12,50 Euro.