Deutsche Bank fordert mehr Kontrolle bei Bitcoin & Co

Nikolas Kessler
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Bitcoin & Co: Der Crash geht weiter!

Die Deutsche Bank fordert mehr Kontrolle für Kryptowährungen. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt hat sich Philippe Vollot, der weltweite Leiter der Abteilung gegen Finanzkriminalität bei der Deutschen Bank, für strengere Regeln und besser Kooperation über Landesgrenzen hinweg ausgesprochen.

„Finanzkriminalität und Cyberkriminalität verschmelzen immer mehr und sind bereits heute kaum noch voneinander zu trennen“, schreibt Vollot. Kryptowährungen würden nicht der gleichen Regulierung und den gleichen Kontrollen wie traditionelle Zahlungsmodelle unterliegen und daher einen nahezu anonymen weltweiten Transfer hoher Summen ermöglichen, lautet einer seiner Kritikpunkte. „Hiermit sollten sich Regierungen und Aufsichtsbehörden intensiv auseinandersetzen und sicherstellen, dass für Kryptowährungen die gleichen Regeln zum Schutz vor Finanzkriminalität gelten werden wie für traditionelle Zahlungslösungen“, so seine Forderung.

Zudem verweist er auf die Risiken durch unzureichende Systeme oder Kontrollen und fordert eine bessere weltweite Kooperation von Banken, Regierungen, Aufsehern und Strafverfolgungsbehörden, um das organisierte Verbrechen zu bekämpfen.

Klare Regeln sind unverzichtbar

Effektive Maßnahmen zum Kampf gegen Cyber- und Finanzkriminalität sind nicht nur aus politischen, gesellschaftlichen und moralischen Gründen geboten, sondern auch für die Fortentwicklung und den flächendeckenden Einsatz von Kryptowährungen unerlässlich. Ein gewisses Maß an Regulierung und Sicherheit kann sich langfristig nur positiv für die Attraktivität des Kryptomarkts für private und institutionelle Investoren auswirken und die Verbreitung der Technologie fördern. Auch und speziell bei vielen Handelsplätzen gibt es in dieser Hinsicht noch viel zu tun.

Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass Probleme wie Geldwäsche, Korruption oder Terrorfinanzierung nicht krypto-spezifisch sind – derartige kriminelle Machenschaften funktionieren trotz aller Gegenmaßnahmen auch mit traditionellem Fiat-Geld wie Euro oder Dollar noch ganz gut. 

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