Deutsche Bank: Einstieg von Cerberus gut für Aktionäre

Fabian Strebin
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Deutsche Bank: Robin soll‘s richten

Mit einem Paukenschlag wurde diese Woche bekannt, dass der US-Investor Cerberus sich mindestens drei Prozent der Anteile der Deutschen Bank geschnappt hat. Hochrangige Banker fürchten schon einen Ausverkauf bei den einheimischen Großbanken. Für Kleinaktionäre ist der Schritt eher positiv zu werten. Denn endlich kommt Bewegung in den deutschen Bankenmarkt.

„Die Unruhe ist ziemlich groß, weil sich Cerberus ganz offensichtlich auf Einkaufstour befindet und sich bei allen Banken positioniert“, sagt ein Branchenkenner gegenüber dem Handelsblatt. Was Cerberus genau plant, ist ungewiss. Doch neben der Deutschen Bank ist der Investor auch an der Commerzbank und der Südwestbank beteiligt. Zudem soll sich Cerberus laut Finanzkreisen für die zum Verkauf stehende HSH Nordbank interessieren.

Der grünen Finanzpolitiker Gerhard Schick sagt: „In den Markt wird in nächster Zeit Bewegung kommen. Es ist ganz offensichtlich, dass Cerberus mit seinen Beteiligungen in Österreich, an der Commerzbank und jetzt an der Deutschen Bank eine Idee für den deutschsprachigen Bankensektor verfolgt.“ Einen Zusammenschluss der beiden deutschen Großbanken hält er aber für wenig plausibel. Beide Banken befinden sich noch mitten im Umbauprozess. Deshalb sehen Experten in den kommenden Jahren nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Fusion.

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Der Einstieg von Cerberus bei der Deutschen Bank hat der Aktie in den vergangenen Tagen Rückenwind gegeben. Das Chartbild hat sich in der Folge deutlich aufgehellt, die 200-Tage-Marke und der mittelfristige Abwärtstrend wurden geknackt. Anleger nutzen den Schwung und steigen ein. Das Kursziel beträgt 20,00 Euro, ein Stopp wird bei 12,50 Euro gesetzt.