Deutsche Bank: Digital statt analog

Fabian Strebin
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Deutsche Bank: Digital statt analog

Die Zukunft im Bankengeschäft ist digital. Während viele Finanzinstitute deshalb über Apps neues Geschäft an Land ziehen wollen, werden auch die Daten der Nutzer immer wichtiger. Die Deutsche Bank hat hier etliche Projekte in der Pipeline. Allerdings bleibt noch viel zu tun.

Der Konzern hat erst vor kurzem einen Einlagenmarktplatz live geschaltet, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Dazu ist die Deutsche Bank eine Kooperation mit dem Fintech Deposit Solutions eingegangen, das durch die Internetseite Zinspilot bekannt ist. Der Einlagenmarktplatz soll Kunden Fest- und Termingeldangebote anderer Banken vermitteln. Bisher konnte allerdings nur die Pfandbriefbank als Partner für das Portal gewonnen werden. Markus Pertlwieser, Chief Digital Officer der Deutschen Bank, sagt zur Börsen-Zeitung: „Wir beginnen zunächst mit einer Partnerbank und fahren das Angebot dann sukzessive hoch. Die Verhandlungen mit internationalen Firmen und Investmentbanken sind bereits weit fortgeschritten.“ Am Ende sollen es mehr als zehn Anbieter auf der Plattform sein.

Multibank-Aggregation läuft gut an

Ein anderes Projekt der Deutschen Bank ist schon etwas weiter fortgeschritten. Bei der Multibank-Aggregation hat die Bank bisher zwei Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt und 100.000 Kunden gewonnen. Über dieser Plattform können Bankkunden Umsätze, Kredite und Liquidität bei der Deutschen Bank verwalten, selbst wenn die dazugehörigen Depots oder Konten bei Konkurrenzinstituten liegen. Pertlwieser sagt: „ Boden, den Sie hier verlieren, den werden Sie in strategischer Positionierung nachher nicht mehr gutmachen“.

Modernisierung läuft

Es scheint, als ob die Deutsche Bank endlich die Zeichen der Zeit erkannt hätte und verstärkt auf die Digitalisierung setzt. Für Aktionäre sind das gute Nachrichten.

Die Aktie der Deutschen Bank steht kurz vor dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends um 15,75 Euro. Gelingt hier der Ausbruch, wäre das ein neues Kaufsignal. Als Stopp fungiert die 200-Tage-Linie bei 14,91 Euro. Fundamental ist das Papier mit einem erwarteten KGV von nur zehn für das kommende Jahr nicht teuer, zumal das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei nur 0,5 liegt. DER AKTIONÄR hält die Aktie für kaufenswert und gibt ein Kursziel von 25,00 Euro aus. Ein Stopp sollte bei 12,50 Euro gesetzt werden.