Deutsche Bank, Commerzbank erwerben mehr Anteile an Bezahldienst

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Zwölf private Banken sind als Investoren bei Paydirekt ausgestiegen, wie der deutsche Online-Bezahldienst am Montag auf Nachfrage von Bloomberg bestätigte. Deutsche Bank AG und Commerzbank AG hätten die Beteiligungen dieser Institute, die sich auf insgesamt rund 11% beliefen, zu gleichen Teilen übernommen.

Damit bleiben auch nach der Transaktion private Banken, genossenschaftliche Banken und Sparkassen jeweils zu einem Drittel an Paydirekt beteiligt. “Durch diese Anteilsübertragung wird die Gesellschafterstruktur vereinfacht. So können Entscheidungen künftig schneller, mit weniger Partnern getroffen werden”, erklärte eine Sprecherin.

Einige ehemalige Aktionäre - darunter HypoVereinsbank und Targobank - werden Paydirekt weiter anbieten, hieß es. Das Handelsblatt hatte am Montag als erstes über die Änderungen im Investorenkreis berichtet.

Paydirekt wurde im Juni 2014 als gemeinsames Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen gegründet. Der Dienst hat rund 3,2 Millionen registrierte Nutzer. Der US-Konkurrent PayPal Holdings Inc. kommt eigenen Angaben zufolge allein in Deutschland auf 23 Millionen Kunden.

Kontakt Reporter: Stephan Kahl in Frankfurt skahl@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Daniel Schaefer dschaefer36@bloomberg.net, Alexander Kell

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2020 Bloomberg L.P.