Deutsche Bank blickt auf schwieriges Schlussquartal nach schwachem Oktober

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank bereitet sich auf ein schwieriges Jahresende vor. Das Schlussquartal dürfte zum einen von Kosten für die Zusammenlegung des Privat- und Firmenkundengeschäfts von Deutscher Bank und Postbank belastet werden, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt erklärte. Zum anderen dürften für Einigungen bei wichtigen Rechtsstreitigkeiten höhere Kosten als im bisherigen Jahresverlauf anfallen.

Das alles geschieht vor dem Hintergrund eines weiter schwierigen Tagesgeschäfts: Die Aktivität an den Kapitalmärkten, so erklärte die Bank in einer Präsentation, sei auch im Oktober verhalten gewesen. Wegen der Zurückhaltung der Kunden entgehen der Bank Provisionen. Insgesamt rechnet die Deutsche Bank laut Zwischenbericht damit, dass die Einnahmen in den operativen Bereichen im Jahr rückläufig sind.

"Trotz des schwachen Marktumfelds schaue ich optimistisch nach vorne", schrieb Bankchef John Cryan in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. "In meinen vielen Gesprächen mit unseren Kunden merke ich, wie groß der Wunsch ist, mit uns Geschäft zu machen. Und wir waren selten zuvor in einem Quartal so erfolgreich darin, uns künftiges Geschäft zu sichern."

Die unsichere Entwicklung der Deutschen Bank hatte vor einem Jahr viele Kunden dazu veranlasst, ihre Geschäftsbeziehungen mit den Frankfurtern zu überdenken. Bis heute tut sich die Deutsche Bank schwer, Marktanteile von der Konkurrenz zurückzugewinnen.