Deutsche Bank und Archegos: Echo eines langsamen Ausstiegs

Steven Arons, Donal Griffin und Alexandre Rajbhandari
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG hat im Engagement mit Archegos Capital Management ihr “Risiko deutlich reduziert” und könnte ohne größere Blessuren aus einem Geschäft davonkommen, das sie eigentlich schon 2019 aufgegeben hatte.

“Wir sind dabei, die verbleibenden unwesentlichen Kundenpositionen abzubauen, aus denen wir keinen Verlust erwarten”, teilte das Frankfurter Institut per E-Mail mit, ohne den Namen des Kunden oder weitere Details zu nennen.

Das Engagement mit Archegos, dem Family Office, das Aktien im Wert von rund 20 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) notverkaufen musste und damit die Aktienmärkte aufwirbelte, war angesiedelt in der Prime Brokerage der Deutschen Bank.

Dieses Geschäft hatte CEO Christian Sewing vor anderthalb Jahren an die BNP Paribas SA verkauft - Teil seines Plans, den Aktienhandel der größten deutschen Bank einzustellen. Doch die Verlagerung der Vermögenswerte ist so aufwändig, dass sie bis heute andauert, und die Deutsche Bank ist deswegen teilweise weiterhin im Risiko - zum Beispiel im Fall Archegos, heißt es bei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Weitere Kommentare lehnten Deutsche Bank und BNP ab. Auch die mit der Angelegenheit vertrauten Personen sagten, dass die Frankfurter bei Archegos schon zuvor wesentlich weniger im Feuer hatten als etwa Nomura Holdings Inc., die rund 2 Milliarden Dollar verlieren könnten.

Das Prime Brokerage-Geschäft der Deutschen Bank hatte Anfang 2019 Kundenguthaben in Höhe von rund 150 Milliarden Euro unter Verwaltung. Allerdings zogen einige Kunden vor dem Verkauf an BNP große Beträge ab, hieß es.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank’s Archegos Risk Shows Hedge Fund Exit Was Too Slow

(Wiederholung von Montag.)

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