Deutsche Bank übernimmt eines der ersten Berliner Fintechs

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Die Macher von Better Payment: CTO Rik Zahradka, Gründer und CEO Björn Bähre sowie Ex-CPO Jonas Busse Rodrigues. (v.l.n.r.)
Die Macher von Better Payment: CTO Rik Zahradka, Gründer und CEO Björn Bähre sowie Ex-CPO Jonas Busse Rodrigues. (v.l.n.r.)

Das größte deutsche Geldinstitut Deutsche Bank hat das Berliner Fintech Better Payment übernommen, wie "Finanz-Szene" zuerst berichtete. Auf Nachfrage von Gründerszene wollten sich die Beteiligten bisher nicht zu der Kaufsumme äußern. Branchenkenner gehen von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aus.

Better Payment bietet Unternehmen Services für die technische Abwicklung von Online-Zahlungen, wie über Kreditkarte, Lastschrift, Rechnung oder Paypal. Zudem bietet das Berliner Unternehmen Bezahl-Terminals für Ladengeschäfte und eine White-Label-Lösung, mit der B2B-Kunden selbst zum Zahlungsanbieter werden können.

Mit dem Zukauf will die Deutsche Bank ihre Marktanteile in der Zahlungsabwicklung und -akzeptanz ausbauen, heißt es vom Unternehmen. Im Sommer ging das Geldinstitut dazu bereits ein Joint Venture mit dem US-Konzern Fiserv ein, um Zahlungsabwicklungs-Lösungen für Business-Banking-Kunden anzubieten. Der Szeneblog "Finanz-Szene" mutmaßt hinter der Übernahme von Better Payment, dass die Deutsche Bank damit ihre Abhängigkeit vom Joint-Venture-Partner Fiserv verringern möchte. In dem Verbund hält die Bank nur eine Minderheit der Anteile.

Better Payment wurde 2013 gegründet. Die Idee dazu soll Gründer und CEO Björn Bähre laut Unternehmensgeschichte schon 2008 gekommen sein, also zu einer Zeit, als Fintechs hierzulande noch Mangelware waren. Branchenprimus N26 etwa startete ebenfalls 2013, genauso wie das erfolgreiche Sparportal "Weltsparen". Zu den Kunden Better Payments zählen größere Namen wie Creditreform oder Greenpeace. Seit 2016 ist die GLS Bank an den Berlinern beteiligt.

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