Deutsche Bahn rüstet Hunderttausende Leuchten auf LED um

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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Bahn will innerhalb der nächsten fünf Jahre kaltes Neonlicht und Glühbirnen von Bahnhöfen und Gleisanlagen endgültig verbannen. Das ist die Zielmarke für die laufende Umrüstung sämtlicher Leuchtmittel auf stromsparende und länger haltbare LED, wie ein Bahnsprecher in München am Wochenende sagte.

Damit bleibt in den kommenden Jahren noch viel Arbeit: 900 Stationen sind bereits umgerüstet, aber insgesamt gibt es 5500 Bahnhöfe in Deutschland. Wegen der hohen Anforderungen an Sicherheit und Haltbarkeit insbesondere der für den Zugbetrieb essenziellen Signallampen werden die LED-Lampen im DB-eigenen Lichtlabor in München ausführlich getestet und geprüft.

Wie viele Leuchtmittel bei der DB insgesamt im Einsatz sind, hat niemand im Konzern je gezählt. Zahlen gibt es aber zu einzelnen Bereichen: Entlang der Gleise stehen 160 000 Signale mit einer oder mehreren Leuchten. In den 53 Regio-Werken der Bahn brennen 20 000 Lichter. Beleuchtet sind aber auch die Gleisvorfelder der Bahnhöfe ebenso wie Bahnübergänge oder Fahrplanvitrinen.

Die an den 900 bisher umgerüsteten Bahnhöfen verbauten LED sparen nach Bahn-Berechnungen etwa 4000 Tonnen CO2 beziehungsweise 7,3 Gigawattstunden Strom pro Jahr ein, was demnach dem Verbrauch von etwa 2200 Vier-Personen-Haushalten entspricht. "Stand heute sind etwa 60 000 Lichtpunkte mit LEDs ausgerüstet", sagte Lichtlabor-Fachkoordinator Josef Stieger der Bahn-Mitteilung zufolge. Bereits umgerüstet sind manche großen Stationen wie die Hauptbahnhöfe in Darmstadt und Bielefeld ebenso wie einige Berliner S-Bahnhöfe, darunter derjenige am Brandenburger Tor.

Abgesehen vom niedrigeren Stromverbrauch sind LEDs auch haltbarer. Die Bahn geht von einer Lebensdauer von fünf bis mehr als zehn Jahre aus, während Glühbirnen oft nach einem halben Jahr gewechselt werden müssen.