Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich fast genauso häufig mehr Urlaub wie mehr Geld

Fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer würde die nächste Gehaltsverhandlung nutzen, um künftig mehr Urlaub statt Geld zu erhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der WirtschaftsWoche.


Besonders interessant ist, dass der Zugewinn von (Frei-)Zeit einigen Wählergruppen wichtiger ist als anderen. So würden sich Anhänger der Grünen mit 63,9 Prozent am häufigsten für mehr Urlaub entscheiden, Anhänger der Union mit 38,7 Prozent am seltensten.

Unterschiedliche Präferenzen ergeben sich auch nach Alter und Geschlecht: Arbeitnehmer zwischen 40 und 64 Jahren wünschen sich deutlich mehr Ferien als der Schnitt. Und Männer bevorzugen ein höheres Gehalt weit häufiger als Frauen.

Selbst der Wohnort spielt eine Rolle: Arbeitnehmer aus sehr dicht besiedelten Gebieten (also Städten) wünschen sich am häufigsten (48,2 Prozent) mehr Urlaub. Menschen aus eher dünn besiedelten, aber nicht komplett ländlichen Gebieten äußern diesen Wunsch mit 42 Prozent am seltensten.


Die Deutsche Bahn hatte diese Woche für Aufsehen gesorgt. Ihre Mitarbeiter können neuerdings wählen, ob sie im Fall einer Gehaltserhöhung lieber mehr Geld oder mehr Urlaub haben wollen. Eine Mehrheit der Angestellten des Staatskonzerns optierte für sechs Freizeit-Tage mehr im Jahr.

In einer früheren Fassung dieser Meldung hieß es "Deutsche wollen mehr Urlaub statt mehr Gehalt", dies beruhte auf einer missverständlichen Auswertung der Umfrageergebnisse durch uns. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.