Deutsche Anleihen zum Wochenschluss schwächer

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag gesunken. Kursgewinne am Aktienmarkt hätten zum Wochenschluss für mehr Risikofreude bei Anlegern gesorgt und die Festverzinslichen belastet, hieß es von Marktbeobachtern. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am späten Nachmittag um 0,25 Prozent auf 159,88 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 0,62 Prozent. Am Vortag hatte sie bei 0,64 Prozent den höchsten Stand seit Dezember 2015 erreicht.

In den vergangenen Tagen hatten Aussagen aus den Reihen der US-Regierung zum Kursverlauf des Dollar und amerikanische Strafzölle auf importierte Waschmaschinen und Solarmodule für viel Wirbel an den Finanzmärkten gesorgt. Mit Erleichterung reagierten die Anleger, als Trump am Nachmittag in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Sorge vor einer zunehmenden Abschottung der USA vom Weltmarkt nicht weiter verstärkte und sagte: "Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika alleine."

Neue Konjunkturdaten aus den USA konnten den Kursen am deutschen Rentenmarkt keinen Auftrieb geben. Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal etwas schwächer gewachsen als erwartet. Nach Zahlen des Handelsministeriums war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Oktober und Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,6 Prozent gestiegen, nach 3,2 Prozent im dritten Quartal. Trotz der leichten Wachstumsdelle Ende 2017 befindet sich die größte Volkswirtschaft der Welt aber weiter auf einem robusten Wachstumspfad.