Deutsche Anleihen wenig verändert - Datenflut bewegt kaum

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Freitag nur wenig bewegt. Eine Reihe von besser als erwartet ausgefallenen Wachstumsdaten aus der Eurozone konnten nicht für neue Impulse sorgen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg im Mittagshandel geringfügig um 0,01 Prozent auf 176,19 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei minus 0,63 Prozent.

Im Handelsverlauf war bekannt geworden, dass sich die Wirtschaft der Eurozone in den Sommermonaten überraschend stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholen konnte. Vor dem Hintergrund der aktuell stark steigenden Zahl von Neuinfektionen und harter Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigten die Konjunkturdaten für die Monate Juli bis September aber nur wenig Wirkung auf den Handel am deutschen Rentenmarkt.

Auch die unerwartet starken Wachstumsdaten aus Frankreich, Spanien und Italien konnten die jeweiligen Staatsanleihen im Mittagshandel kaum bewegen. Generell zeigte sich am Markt für europäische Staatsanleihen im Mittagshandel vergleichsweise wenig Bewegung.

Gestützt wurden die Kurse nach wie vor durch klare Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) für neue Krisenmaßnahmen im Dezember. Am Donnerstag hatte die Notenbank deutlich gemacht, dass bereits jetzt Maßnahmen vorbereitet werden, die dann auf der nächsten Zinssitzung beschlossen werden können. Experten erwarten unter anderem eine Ausweitung des Notkaufprogramms für Staats- und Unternehmensanleihen (PEPP).