Deutsche Anleihen verlieren - Südeuropa unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Dienstag im Kurs moderat gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,07 Prozent auf 164,40 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag wenig verändert bei 0,40 Prozent. Deutlicher unter Druck standen einige Anleihen aus Südeuropa, allen voran italienische Papiere. Griechische Staatsanleihen legten dagegen zu.

Am Markt hieß es, die wenigen Konjunkturdaten aus Europa hätten kaum Einfluss auf den Handelsverlauf gehabt. Die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts gaben im August zum dritten Mal in Folge nach. Die aktuelle Lage wurde von den befragten Finanzexperten aber nach wie vor sehr gut bewertet. Der entsprechende Indikator verbesserte sich von bereits hohem Niveau aus. Als Konjunkturindikator taugt der ZEW-Index aus Sicht vieler Volkswirte weniger als Umfragen in Unternehmen oder unter Verbrauchern.

Im Nachmittagshandel wird aus den USA an Wirtschaftszahlen nur der FHFA-Hauspreisindex erwartet. Im Zentrum des Interesses steht bereits seit einigen Tagen die von Donnerstag bis Samstag stattfindende Notenbanker-Konferenz im amerikanischen Jackson Hole. "Dabei ist völlig unklar, ob Notenbanker das Forum nutzen, um geldpolitische Signale auszusenden", heißt es in einem Kommentar der Helaba. Teilnehmen werden unter anderem die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi.