Deutsche Anleihen starten mit Verlusten

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Mittwoch mit Verlusten in den Handel gestartet, nachdem sie am Vortag deutlich zugelegt hatten. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel am Mittwochmorgen um 0,07 Prozent auf 173,47 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,26 Prozent.

Am Dienstag waren Bundeswertpapiere im Kurs deutlich gestiegen. Händler erklärten die Bewegung zum einen mit schwachen Konjunkturdaten aus Europa und den USA. Zum anderen wurde auf sinkende Renditen am US-Anleihemarkt verwiesen, die Ausdruck einer geringeren Konjunkturzuversicht sein könnten. Beobachter waren sich jedoch nicht ganz einig, was den Renditefall letztlich ausgelöst hat.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland lieferten Bundesanleihen zur Wochenmitte zunächst keine Unterstützung. Die Industrie hat ihre Gesamtproduktion im Mai erneut eingeschränkt. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Die deutsche Industrie trete derzeit auf der Stelle, kommentierte Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg.

Im Tagesverlauf könnte die US-Geldpolitik Impulse für den Markt liefern. Am Abend veröffentlicht die Notenbank Federal Reserve ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Marktteilnehmer dürften die Mitschrift auf Hinweise untersuchen, ob die Fed eine etwas weniger großzügige Geldpolitik anpeilt. Angesichts der robusten Erholung der US-Wirtschaft vom Corona-Einbruch können sich Fachleute eine weniger lockere Ausrichtung zur Jahreswende vorstellen.

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