Deutsche Anleihen starten mit leichten Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Mittwoch mit leichten Kursverlusten in den Handel gegangen. Am Morgen fiel der Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,11 Prozent auf 149,03 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen betrug 1,32 Prozent. Sie liegt damit in der Nähe ihres höchsten Niveaus seit Mitte 2014.

Produktionsdaten aus der deutschen Industrie enttäuschten am Morgen die Erwartungen, konnten die Anleihen aber nicht nennenswert stützen. Die Gesamtproduktion stieg im April um 0,7 Prozent, während Analysten im Mittel einen Zuwachs von 1,2 Prozent erwartet hatten. Allerdings stellt die aktuelle Entwicklung eine deutliche Verbesserung gegenüber März dar, als die Produktion stark gefallen war. "Die deutsche Industrieproduktion wird derzeit durch den russischen Angriffskrieg gedämpft", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Zunehmend in den Blick rückt die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Fachleute rechnen angesichts der hohen Inflation mit einer Beendigung des allgemeinen Wertpapierkaufprogramms APP und einem Signal für eine erste Zinsanhebung seit mehr als einem Jahrzehnt. Die EZB würde damit die geldpolitische Wende einleiten, allerdings deutlich später als viele andere Notenbanken.

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