Deutsche Anleihen: Renditen steigen wieder

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag im Kurs spürbar gefallen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> sank gegen Mittag um 0,45 Prozent auf 153,74 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 0,92 Prozent. Damit rückt der in der vergangenen markierte Höchststand seit Mitte 2015 von 0,97 Prozent wieder in Reichweite.

Am Markt wurden die Kursverluste sicherer Anlagen zum einen mit der etwas freundlicheren Aktienmarktstimmung in Europa erklärt. Zum anderen wurde auf steigende Erdölpreise, die einen großen Einfluss auf die Inflationsrate haben, verwiesen. Die Aussicht auf steigende Inflationsraten führt am Kapitalmarkt meist zu höheren Inflationsaufschlägen und steigenden Renditen.

Neue Inflationsdaten aus der Eurozone bestätigten den starken Preisauftrieb. Im April stiegen die Verbraucherpreise mit einer Rekordrate von 7,5 Prozent. Die hohe Teuerung hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits zu einer Verringerung ihrer Wertpapierkäufe veranlasst. Eine erste Zinsanhebung wird an den Märkten für den Sommer erwartet.

In den USA stehen am Nachmittag ebenfalls einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Unter anderem wird ein von der US-Notenbank Fed besonders beachtetes Inflationsmaß erwartet. Aufgrund der hohen Inflation werden von der Federal Reserve in diesem Jahr rasche und deutliche Zinsanhebungen sowie eine spürbare Verringerung ihrer angeschwollenen Bilanz erwartet.

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