Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste - Britische Renditen fallen deutlich

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag etwas gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,07 Prozent auf 162,39 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 0,38 Prozent. In der Eurozone legten die Renditen fast überall zu. Eine Ausnahme war Griechenland, wo die Renditen wie schon am Vortag stark fielen. Einen deutlichen Rückgang der Renditen gab es auch in Großbritannien nach der dortigen Zinsentscheidung.

In der Eurozone spielte die Industriestimmung ist im Oktober eine Rolle am Markt, die laut endgültigen Zahlen auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren gestiegen war. Der Wert lag nur leicht unter der ersten Schätzung. Positiv überrascht haben Italien und Spanien, wo keine Erstschätzung stattfindet. Der französische Wert wurde jedoch etwas nach unten revidiert.

Die Anleger warten auf US-Präsidenten Donald Trump, der einen Nachfolger für US-Notenbankchefin Janet Yellen nominieren wird. Laut Medienberichten ist Fed-Direktor Jerome Powell der Favorit. Powell wurde nach einem Bericht des "Wall Street Journal" bereits vom Präsidialamt darüber informiert. Die Amtszeit der aktuellen Fed-Vorsitzenden Janet Yellen endet im Februar 2018.

Ein deutliche Bewegung zeigte sich bei britischen Staatsanleihen. Die Rendite für zehnjährige Papiere fiel deutlich und rutschte unter die Marke von 1,30 Prozent. Zuvor hatte die Bank of England den Leitzins erstmals seit zehn Jahren wieder angehoben.