Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Dienstag etwas nachgegeben. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel bis zum frühen Abend um 0,10 Prozent auf 169,85 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit minus 0,18 Prozent.

Inflationsdaten aus der Eurozone fielen zwar etwas höher als erwartet aus, nennenswerte Bewegung am Anleihemarkt lösten sie jedoch nicht aus. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits zu erkennen gegeben hat, ihre Geldpolitik nicht an die erhöhte Inflation anzupassen. Sie betrachtet die Entwicklung als lediglich übergangsweises Phänomen.

Wie Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Dienstag zeigten, liegt die Inflationsrate im Euroraum mit 2,0 Prozent sogar leicht über dem Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent. "Rufe nach einem Überdenken des aktuellen geldpolitischen Kurses gibt es zwar aus den Reihen der EZB-Notenbanker, diese dürften jedoch einstweilen in der Minderheit bleiben", erklärte Elmar Völker, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. "Ein Grund hierfür ist nicht zuletzt die weiterhin gemäßigte Kerninflation." Bei der Kerninflation werden schwankungsanfällige Preise für Energie- und Lebensmittel rausgerechnet.

Die am Nachmittag in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten belasteten die Anleihen nur leicht. So ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Mai etwas stärker als erwartet gestiegen und signalisierte ein starkes Wachstum. Allerdings trübte sich der wichtige Unterindikator für die Beschäftigung ein. Die Diskussion über eine Rückführung des Anleihekaufvolumens der US-Notenbank Fed dürfte sich nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) nicht verstärken.

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