Deutsche Anleihen: Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheid

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Mittwoch vor den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank leicht gestiegen. Bis zum Mittag erhöhte sich der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,11 Prozent auf 169,48 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug minus 0,18 Prozent.

Geldpolitische Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde stützten die Anleihen etwas. Lagarde versuchte erneut, die Erwartungen auf eine Leitzinsanhebung schon im Jahr 2022 zu dämpfen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen hierfür erfüllt seien, sagte sie in Lissabon. Trotz der derzeit erhöhten Inflation sei der mittelfristige Inflationsausblick gedämpft, erklärte die Französin.

Zur Wochenmitte steht die US-Geldpolitik im Blick der Märkte. Am Abend verkündet die Notenbank Federal Reserve ihren Zinsentscheid. Es wird damit gerechnet, dass die Fed mit dem Ausstieg aus ihren milliardenschweren Wertpapierkäufen beginnt. Die Käufe wurden zu Beginn der Corona-Krise aufgelegt und haben die Bilanz der Fed auf den Rekordwert von 8,5 Billionen Dollar steigen lassen. Gründe für den angepeilten Ausstieg sind das wieder solide Wirtschaftswachstum und die erhöhte Inflation.

An Konjunkturdaten dürften Anleger vor allem auf Zahlen aus den USA achten. Dort veröffentlicht der Dienstleister ADP seine monatlichen Daten vom Arbeitsmarkt, die als Richtschnur für den am Freitag anstehenden Stellenbericht der Regierung betrachtet werden. Außerdem gibt das Institut ISM seinen Frühindikator für das Dienstleistungsgewerbe bekannt. Die Umfrage liefert Hinweise auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum.

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