Deutsche Anleihen legen zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag zugelegt. Bis zum Mittag stieg der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,27 Prozent auf 169,57 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf minus 0,19 Prozent.

Daten aus der deutschen Industrie fielen enttäuschend aus und stützten die als sicher geltenden Anleihen. Die deutsche Industrie hat im September zwar wieder mehr Aufträge erhalten, allerdings weniger als erwartet. Zudem wurde das schwache Ergebnis vom August nochmals nach unten korrigiert.

Die künftige Industrieproduktion wird nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Ralph Solveen vor allem durch die Verfügbarkeit von Vorprodukten bestimmt werden. "Sollten sich die Engpässe hier allmählich auflösen, dürfte die Produktion unabhängig von den aktuellen Auftragseingängen merklich zulegen." Unterdessen hält der Preisdruck in der Eurozone an. So sind die Erzeugerpreise im September erneut mit Rekordtempo gestiegen.

Am Mittwochabend hatte die US-Notenbank Fed mit dem Ausstieg aus ihren milliardenschweren Wertpapierkäufen begonnen. Mit Zinsanhebungen will sich die Federal Reserve aber Zeit lassen, bestätige Fed-Chef Jerome Powell. An den Anleihemärkten waren die Renditen daraufhin etwas unter Druck geraten, sie erholten sich aber rasch wieder.

Im weiteren Handelsverlauf steht die Bank of England im Blick der Märkte. Sie könnte die erste Zinsanhebung seit Beginn der Corona-Pandemie beschließen. Eine Anhebung ist aber alles andere als ausgemacht, die Zentralbank hat keine eindeutigen Signale gesendet.

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