Deutsche Anleihen: Kursverluste

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag nachgegeben. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel um 0,20 Prozent auf 153,39 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 0,95 Prozent. Vor etwas mehr als einer Woche war die Rendite mit 0,97 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 geklettert.

Die trübe Stimmung an den europäischen Börsen belastete die Anleihen nur vorübergehend. Hinzu kamen schwache Konjunkturdaten. Sowohl die Industriestimmung als auch die allgemeine Wirtschaftsstimmung haben sich in der Eurozone eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fiel ebenso zurück wie der Economic Sentiment Indicator (ESI) von der EU-Kommission. Für Belastung sorgen vor allem der Ukraine-Krieg und die rigorose Corona-Politik Chinas.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen schwach aus. So hat sich die Stimmung in der US-Industrie im April überraschend eingetrübt. Der viel beachtete ISM-Index sank auf den niedrigsten Stand sei Juli 2020. Die US-Industrie leidet derzeit unter Lieferkettenprobleme und einem Arbeitskräftemangel. Die Investitionen in der Bauwirtschaft stiegen im März weniger als erwartet.

Im Laufe der Woche rückt zunehmend die Zinssitzung der US-Notenbank in den Blickpunkt. Am Mittwoch dürfte die Fed ihre im März begonnene Zinswende mit einem großen Schritt um 0,5 Prozentpunkte fortsetzen, erwarten viele Analysten. Dem dürften weitere und deutliche Zinsanhebungen im laufenden Jahr folgen. Hintergrund ist die hohe Inflation, die sich aktuell auf einem vierzigjährigen Höchststand befindet. Die erwarten Leitzinserhöhungen in den USA belasten die Anleihen weltweit.

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