Deutsche Anleihen geben moderat nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Dienstag im Kurs moderat gefallen. Händler nannten die gute Aktienmarktstimmung als Hauptgrund. Am Abend fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,14 Prozent auf 172,04 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,17 Prozent.

Belastet wurden sichere Anlagen wie Bundeswertpapiere vor allem durch die gute Stimmung an den Aktienmärkten. Dort sorgten Inflationsdaten aus Deutschland für Auftrieb. Die Teuerung fiel im Juni etwas geringer aus als erwartet. Dies mindert die Wahrscheinlichkeit einer perspektivisch weniger lockeren Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Allerdings gilt diese Perspektive ohnedies als weit in der Zukunft liegend.

Tendenzielle Unterstützung erhalten sichere Anlagen dagegen durch die sich eintrübende Corona-Lage in einigen großen Ländern wie Großbritannien. Auch in Asien verschärft sich die Lage vereinzelt wieder, beispielsweise in Thailand oder Malaysia. Grund ist die sich rapide verbreitende Delta-Corona-Variante.

Konjunkturdaten übten hingegen wenig Einfluss auf die Marktentwicklung aus. Dennoch nahmen Anleger zur Kenntnis, dass sich die von der EU-Kommission erhobene Wirtschaftsstimmung weiter aufgehellt und ein 21-Jahreshoch erreicht hat. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, hellte sich die Verbraucherstimmung auf.

Wirtschaftsdaten aus den USA belegten zum einen den anhaltenden Preisauftrieb am Immobilienmarkt. Die Verbraucherstimmung des Conference Board hellte sich unterdessen weiter auf und erreichte ihren Stand von vor der Corona-Pandemie.

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