Deutsche Anleihen geben leicht nach - Gewinne in Italien

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben sind am Montag bis zum Mittag unter dem Strich nur wenig bewegt. Zuletzt fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> um 0,08 Prozent auf 157,45 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug 0,84 Prozent. Sie bewegt sich damit in der Nähe ihres tiefsten Stands seit April. Deutliche Kursgewinne gab es in Italien.

Leicht belastet wurden als sicher empfundene Anlagen wie Bundeswertpapiere durch die tendenziell freundliche Stimmung an den Aktienmärkten. Konjunkturdaten aus dem Euroraum zeichneten jedoch ein trübes Bild: Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die Industrie fiel im Juli unter die Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Der Industriesektor versinke in einem immer steileren Abschwung und erhöhe damit das Rezessionsrisiko, kommentierte Chris Williamson, Chefökonom von S&P Global.

In Italien erhielten Staatsanleihen weiteren Zulauf. Im Gegenzug fiel die Rendite für zehnjährige Papiere erstmals seit Mai unter die Marke von drei Prozent. Italienische Staatsanleihen profitieren damit überproportional von dem auf Rezessionssorgen zurückgehenden Renditerückgang an den Kapitalmärkten. Die politische Unsicherheit angesichts vorgezogener Neuwahlen macht ihnen gegenwärtig nicht zu schaffen. Vielmehr scheinen die Papiere von der Zusage aus dem Mitte-Rechts-Lager zu profitieren, wonach EU-Haushaltsregeln auch unter einer rechtsgerichteten Regierung respektiert werden sollen.

Am Nachmittag steht mit dem ISM-Indikator das US-Pendant zu den europäischen Einkaufsmamangerindizes auf dem Programm. Die Kennzahl liefert wichtige Hinweise auf den Zustand der Konjunktur. Außerdem werden Daten vom Immobilienmarkt erwartet.

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