Deutsche Anleihen geben im frühen Handel etwas nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag im frühen Handel gesunken. Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel am Morgen leicht um 0,05 Prozent auf 173,53 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei minus 0,53 Prozent.

Nach Kursgewinnen an den asiatischen Aktienmärkten am frühen Morgen wird auch an der Frankfurter Börse mit einem freundlichen Wochenauftakt gerechnet, während die Anleger einen Bogen um vergleichsweise sichere Bundesanleihen machen. "Die Risikostimmung dürfte sich, trotz der anhaltend stark rezessiven Konjunkturdaten für April, weiter erholen", kommentierten Anleiheexperten der Commerzbank.

Derzeit werden führende Volkswirtschaften in Europa nach strikten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie wieder ein Stück weit hochgefahren. Für eine etwas optimistischer Stimmung sorgte auch ein Bericht der chinesischen Notenbank, die am Wochenende weitere Maßnahmen zur Stützung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt angekündigt hatte.

Eine Ausnahme bildeten italienische Anleihen. Hier konnten die Kurse am Morgen gegen den Trend zulegen. Im Gegenzug fiel die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit um 0,06 Prozentpunkte auf 1,78 Prozent. "Die Erleichterung bei italienischen Anleihen dürfte sich kurzfristig fortsetzen", hieß es ebenfalls bei der Commerzbank. Die Commerzbank-Experten verwiesen auf die Ratingagentur Moody‘s , die am vergangenen Freitag keine Kreditbewertung Italiens vorgenommen hat. Außerdem machte die Europäische Zentralbank (EZB) deutlich, dass sie ihre Anleihekaufprogramme im Rahmen des Mandats fortsetzen werden.