Deutsche Anleihen geben etwas nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Mittwoch leicht gesunken. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel am späten Nachmittag um 0,09 Prozent auf 175,28 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,37 Prozent. Das ist in etwa der höchste Stand seit mehr als einem Monat.

Damit haben die Festverzinslichen an die kräftigen Kursverluste vom Vortag angeknüpft. Am Dienstag waren Bundeswertpapiere wie auch Anleihen anderer Euro-Staaten erheblich unter Druck geraten. Als Auslöser galt ein Mix aus steigenden Inflationsraten und einer Debatte über die Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwei für eine straffe Haltung bekannte Notenbanker hatten sich für eine Abschmelzung der Corona-Krisenkäufe unter dem Programm Pepp ausgesprochen.

Am Mittwoch äußerte sich der Chef der griechischen Zentralbank, Giannis Stournaras. Er vertrat die gängige Haltung vieler EZB-Offizieller, dass die gegenwärtig erhöhte Inflation ein vorübergehendes Phänomen sei und eine geldpolitische Reaktion daher nicht erforderlich sei. Bundeswertpapiere reagierten allerdings kaum auf die Äußerungen des Griechen, der als Vertreter einer eher lockeren Geldpolitik bekannt ist.

Konjunkturdaten lieferten am Nachmittag widersprüchliche Signale und konnten dem deutschen Rentenmarkt keine neue Richtung geben. So schuf die Privatwirtschaft in den USA im August deutlich weniger neue Stellen als erwartet. Allerdings wurde auch gemeldet, dass sich die Stimmung in den Industriebetrieben der USA im August trotz Materialengpässen überraschend aufgehellte.

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