Deutsche Anleihen geben etwas nach

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag etwas gefallen. Bis zum Mittag sank der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 um 0,18 Prozent auf 136,22 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 2,29 Prozent.

Nach Kursgewinnen an den Vortagen setzte eine leichte Gegenbewegung ein. In den ersten Handelstagen des Jahres hatte eine etwas geringer als erwartet ausgefallene Inflation in Deutschland und Frankreich den Anleihekurse Auftrieb verliehen. Weitere Hinweise auf einen nachlassenden Preisdruck lieferten am Donnerstag Daten zu den Erzeugerpreisen aus der Eurozone und den Verbraucherpreisen aus Italien.

Der Rückgang der Inflationsraten in den drei größten Volkswirtschaften der Eurozone könnte den Druck auf die EZB mindern, mit deutlichen Zinserhöhungen gegen die starke Teuerung vorzugehen. Am Freitag werden die Verbraucherpreise für die gesamte Eurozone veröffentlicht. "Für den Fall, dass die Euroland-Inflation am Freitag ebenfalls nach unten überrascht, dürfte das Potenzial für zusätzliche Abwärtsrevisionen der Zinserwartungen inzwischen jedoch begrenzt sein", hieß es in einem Marktkommentar der Dekabank.

In den USA stehen am Nachmittag Daten vom Arbeitsmarkt im Blick. Der private Arbeitsmarktdienstleister ADP veröffentlicht seine Beschäftigungsdaten. Zudem werden die Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Am Freitagnachmittag steht dann der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung für den Monat Dezember an.