Deutsche Anleihen geben nach - Entspannung in Südeuropa

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag mit leichten Kursverlusten in die neue Handelswoche gegangen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen leicht um 0,07 Prozent auf 162,49 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 0,39 Prozent.

Südeuropäische Staatsanleihen konnten dagegen zulegen. Zum Handelsstart stiegen die Kurse für Anleihen aus Spanien, Italien und Portugal spürbar an. Allerdings waren sie in der vergangenen Woche auch sichtliche unter Druck geraten. Auslöser war die politische Krise zwischen Spanien und Katalonien. Am Freitag hatte die spanische Regierung die Regionalregierung Kataloniens abgesetzt, nachdem das katalanische Parlament am Freitag für die Unabhängigkeit der Region votiert hatte.

Beschäftigt werden die Märkte auch durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, in dieser Woche den künftigen Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank Fed bekannt zu geben. Favorisiert wird an den Märkten der Fed-Gouverneur Jerome Powell, gefolgt von dem Ökonomieprofessor John Taylor. Die Chancen der derzeitigen Fed-Chefin Janet Yellen, deren Mandat kommenden Februar endet, scheinen einem Medienbericht zufolge gering zu sein.