Deutsche Anleihen geben nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Mittwoch in einem freundlichen Aktienmarktumfeld gefallen. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> sank bis zum Mittag um 0,10 Prozent auf 170,43 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen betrug minus 0,23 Prozent.

Für Verwirrung an den Märkten hatte US-Finanzministerin Janet Yellen gesorgt. Am Dienstagabend hatte sie zunächst die Möglichkeit steigender Leitzinsen zur Vermeidung einer überhitzenden Wirtschaft ins Spiel gebracht. Noch am selben Abend relativierte Yellen jedoch, sie habe keine Zinsprognose oder -empfehlung abgeben wollen.

Schon seit längerem gibt es an den Finanzmärkten Diskussionen, ob die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik in absehbarer Zeit straffen könnte. Hintergrund sind die deutliche Erholung der US-Wirtschaft von der Corona-Krise und die bereits steigende Inflation. Notenbankchef Jerome Powell hat bisher keine geldpolitische Kehrtwende signalisiert.

Konjunkturdaten aus der Eurozone unterstützten die gute Aktienmarktstimmung, was sichere Anlagen wie Bundesanleihen unter Druck setzte. Die Markit-Einkaufsmanagerstimmung für den Euroraum hellte sich im April weiter auf. Selbst im Dienstleistungssektor, der stark von der Corona-Krise getroffen ist, zeichnet sich laut Markit Aussicht auf Besserung ab.

Am Nachmittag veröffentlicht das Institut ISM seine Managerstimmung für den US-Dienstleistungssektor. Außerdem gibt der Arbeitsmarktdienstleister ADP seinen monatlichen Jobbericht bekannt. Die Zahlen werden vor dem am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung stark beachtet.