Deutsche Anleihen geben nach

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag gesunken. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel am Morgen um 0,17 Prozent auf 152,66 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 1,15 Prozent.

Die Aussicht auf weiter starke Zinserhöhungen in den USA habe die Renditen der Festverzinslichen gestützt, hieß es von Marktbeobachtern. Nach Einschätzung von Anleiheexperten der Commerzbank konnten sich Bundesanleihen nicht von der Dynamik der US-Anleihen abkoppeln. Nachdem die Inflation in den USA im Juni unerwartet stark auf 9,1 Prozent gestiegen war, könnte sich die US-Notenbank Fed noch stärker als bisher gegen die hohe Inflation stemmen.

Der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, hat nicht ausgeschlossen, dass bei der nächsten Zinssitzung der Fed eine Zinsanhebung um einen ganzen Prozentpunkt erfolgen könnte. Nach Einschätzung von Anleiheexperten der Dekabank sprechen auch jüngste Konjunkturdaten für eine starke Zinserhöhung: "Viele Marktteilnehmer rechnen mit einem ganzen Prozentpunkt, denn auch der Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag zeigt, dass bisher kaum Bremseffekte für die Preisentwicklung auszumachen sind."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.