Deutsche Anleihen: Etwas schwächer - Robuste Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag nach anfänglichen Kursgewinnen in die Verlustzone gedreht. Die jüngste Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und Iran hatten den Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> zunächst mit zeitweise 172,60 Punkten auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember steigen lassen. Bis zum späten Nachmittag fiel er auf 172,21 Punkte zurück. Das sind 0,07 Prozent weniger als am Freitag. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei minus 0,29 Prozent.

In der vergangenen Woche hatte die Rendite vor der gezielten Tötung eines ranghohen iranischen Generals durch einen US-Raketenangriff und der darauf folgenden Eskalation der Lage mit minus 0,16 Prozent noch den höchsten Stand seit vergangenem Mai erreicht.

Im Tagesverlauf kehrte nach robusten Konjunkturdaten jedoch auch wieder etwas Zuversicht zurück. Dies belastete die als sicher geltenden Staatsanleihen. Die vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturstimmung im Euroraum hat sich im neuen Jahr trotz der Iran-Krise verbessert. Der Index stieg im Januar den dritten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit November 2018. Zudem hellte sich der von Markit erhobene Dienstleistungsindex für die Eurozone im Dezember laut einer zweiten Schätzung stärker als erwartet auf. In den USA wurden am Nachmittag keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht.

Merklich gefallen sind die Kurse britischer Staatsanleihen. Die Stimmung der Dienstleister hat sich laut einer zweiten Schätzung überraschend aufgehellt. Der Indikator erreichte mit 50 Punkten wieder die Expansionsschwelle.