Vielsagendes Detail: Influencerin sorgt mit Bikini-Foto für Empörung

Style International Redaktion
·Lesedauer: 4 Min.

Eine britische Influencerin hat den Ärger von Social-Media-Users auf sich gezogen, die ihr vorwerfen, gegen Corona-Vorschriften „zu verstoßen“. Anlass des Ärgers: Sie machte während einer der schlimmsten Virus-Ausbrüche aller Zeiten in Großbritannien Urlaub in der Karibik.

LONDON, ENGLAND - AUGUST 15:  Lucy Watson attends the launch of Verdo-Kew Bridge by EcoWorld International on August 15, 2019 in London, England.  (Photo by David M. Benett/Dave Benett/Getty Images)
Lucy Watson (hier auf einer Party im Jahr 2019) sorgte mit einem neuen Bikini-Foto für Aufsehen (Symbolbild: David M. Benett/Dave Benett/Getty Images)

Lucy Watson, bekannt aus der Reality Show “Made in Chelsea”, sorgte am Dienstag mit einem Foto Auf Instagram für Empörung. Darauf sieht man sie, wie sie in einem knappen schwarzen Bikini auf Barbados an einem Pool posiert.

Eine aufmerksame Instagram-Userin entdeckte ein Detail auf dem Bikinifoto der 29-Jährigen: ein leuchtend rotes Band an ihrem Handgelenk.

Ein Fan entdeckte Lucys rotes Armband und forderte sie auf, zu erklären, was dieses bedeutet. Foto: Instagram/lucywatson.
Ein Fan entdeckte Lucys rotes Armband und forderte sie auf, zu erklären, was dieses bedeutet. Foto: Instagram/lucywatson.

„Bedeutet das rote Band, dass du positiv getestet wurdest und auf Barbados in Quarantäne sein solltest? (In einem Hotelzimmer)?“, fragte die Userin in den Kommentaren. „Diese Situation ist derzeit die ganze Zeit überall in den Nachrichten. Viele Briten sind hingeflogen und haben sich nicht an die strengen Vorschriften vor Ort gehalten“, fügte sie hinzu.

Keine Regeln gebrochen: Lucy Watson rechtfertigt sich

Lucy stellte in ihrer Antwort klar, dass sowohl sie als auch ihr Verlobter, James Dunmore, seit ihrer Ankunft das lokale Pandemie-Protokoll befolgt haben, sich also auch testen ließen.

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„Ich habe diese Bilder kurz nach der Landung gemacht. Alle bekommen ein rotes Band bei der Landung, bis sie ein negatives Testergebnis erhalten, das wir drei Tage später bekamen, also keine Sorge!!“, antwortete sie.

Lucy klärte die Frage einer Followerin zu dem roten Armband. Foto: Instagram/lucywatson.
Lucy klärte die Frage einer Followerin zu dem roten Armband. Foto: Instagram/lucywatson.

Sie bestätigte auch, dass das Paar in einer „Privatunterkunft“ wohne und nicht in einem Hotel, weshalb sie sich nicht in ihrem Zimmer isolieren mussten.

„Ich möchte auch darauf hinweisen, dass wir in einer Privatunterkunft wohnen, die (von der Regierung) als Quarantäne zugelassen ist, und deshalb musste ich nicht in einem Hotelzimmer bleiben“, fügte sie hinzu.

“Niemand sollte reisen“

Lucy stimmte einem weiteren User zu, der anmerkte, es sei eine „Schande“, dass andere Touristen sich nicht an die Regeln hielten, denn „jetzt hat die Insel Hunderttausende Infektionen“.

Sie wies darauf hin, dass sie in einer „Privatunterkunft“ und keinem Hotel wohnte. Foto: Instagram/lucywatson.
Sie wies darauf hin, dass sie in einer „Privatunterkunft“ und keinem Hotel wohnte. Foto: Instagram/lucywatson.

Manche User kritisierten Lucy Watson jedoch dafür, dass sie England überhaupt verlassen habe, da die Tier-3-Beschränkungen, die bei ihrer Abreise in Kraft waren, Briten davon abrieten, ins Ausland zu reisen.

„Das ist nichts Persönliches, aber niemand sollte derzeit international reisen, egal ob die [Regierung] es erlaubt“, schrieb ein User.

Andere verteidigten Lucy und jemand schrieb: „Verdammt nochmal…schaltet mal einen Gang runter!!!“

„Omg, habe gerade deine Stories gesehen wie die Leute dich kritisieren, ignorier sie! Die sind einfach nur neidisch“, fügte jemand anderes hinzu.

Lucy und ihr Verlobter James machten im September 2020 Urlaub in Griechenland. Foto: Instagram/lucywatson.
Lucy und ihr Verlobter James machten im September 2020 Urlaub in Griechenland. Foto: Instagram/lucywatson.

Hass unerwünscht

Lucy postete später in ihren Instagram-Stories eine ausführliche Antwort auf die Kritik. Sie schrieb, sie verstehe zwar, weshalb viele frustriert seien, aber sie werde sich keine „Hasserfüllte Kommentare“ gefallen lassen.

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„Ich verstehe, dass Leute im Moment wütend, aufgebracht und frustriert sind. Dies sind unvorhersehbare und ungünstige Zeiten, mit Enttäuschungen an jeder Ecke. Ich werde jedoch nicht akzeptieren, dass jemand seinen Frust an mir auslässt, egal ob Pandemie oder nicht. Hasserfüllte Kommentare werden gelöscht und das war schon immer so, unabhängig von ihrem Bezug zu Covid.“

Dann erklärte sie mit Nachdruck, dass sie „nicht gegen Vorschriften verstoßen“ habe und schrieb, sie sei aus London abgereist, bevor Premierminister Boris Johnson die strengeren Tier-4-Vorschiften in Kraft setzte, die vorsehen, dass die Anwohner zu Hause bleiben sollen.

Lucy reagierte mit einem langen Post in ihren Instagram Stories auf die Kritik. Foto: Instagram/lucywatson.
Lucy reagierte mit einem langen Post in ihren Instagram Stories auf die Kritik. Foto: Instagram/lucywatson.

„Ich möchte, dass mein Feed ein positiver Ort ist und auch wenn manche Leute glauben, ich hätte mich nicht an die Vorschriften gehalten, stimmt dies nicht.“

„Ich habe London vor Inkrafttreten der Tier-4-Vorschiften verlassen & habe auf Barbados alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen befolgt. Ich war und bin noch immer negativ auf Covid getestet. Ich hatte in den vergangenen 3 Wochen 3 Tests.“

Lucy stritt Anschuldigungen ab, der Barbados-Urlaub sei eine „Last-Minute-Reise gewesen, um Großbritannien zu entfliehen“. Stattdessen behauptete sie, die Reise sei “seit fast einem Jahr gebucht“ gewesen.

„Unabhängig von all dem, hoffe ich inständig, dass ich niemandem auf den Schlips getreten bin, das war nie meine Absicht. Bitte passt auf euch und eure Gesundheit auf. Wir werden das überstehen“, schloss sie ihre Botschaft ab.

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Die Tier-4-Beschränkungen, die am 20. Dezember in Kaft traten, weisen Anwohner von London und Teilen von Essex, Hertfordshire und Surrey an: „Betreten oder verlassen Sie keine Tier-4-Zonen und übernachten Sie nicht außer Haus.“

Nach der Nachricht, dass einer von 50 Briten jetzt Covid-19 hat, verhängte Premierminister Johnson für ganz England am 4. Januar einen Lockdown. Frühestens Mitte Februar wird es eine Neueinschätzung der Lage geben.

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Gillian Wolski