Dessous-Marke verwandelt Oxford Street in einen Laufsteg, um für mehr Selbstwertgefühl zu werben

Die Dessous-Marke Bluebella verwandelte die Oxford Street in einen Laufsteg, um das Selbstwertgefühl in Bezug auf den eigenen Körper zu stärken. (Foto: Bluebella)

Heute beginnt die London Fashion Week (sehen Sie sich die exklusive Live-Berichterstattung von Yahoo Style UK an) und aus diesem Anlass verwandelten Frauen in Dessous eine der größten Straßen Londons in einen Laufsteg, um ein gesundes Selbstwertgefühl zu feiern.

Die Dessous-Marke Bluebella wählte 19 ihrer Fans aus, den improvisierten Laufsteg auf der Oxford Street in nichts weiter als ihren knappen Outfits entlangzuschreiten.

Zu den Teilnehmerinnen der Kampagne „Dare to Bare“ (Trau dich, blank zu ziehen) gehörten eine Arzthelferin, eine Unternehmerin, vier Studentinnen, zwei Schauspielerinnen, eine Musikerin, zwei Autorinnen und eine Mode-Vermarkterin.
Emily Bendel, Chief Executive bei Bluebella, sagte über die Kampagne, es sein ein kreativer Ansatz, mehr Selbstwertgefühl zu bewerben und sich für mehr Vielfalt in der Modebranche einzusetzen.

Casting-Aufruf via Instagram

„Wir haben eine lange Vergangenheit mit Fotoshoots, die sowohl unseren Einsatz für mehr Vielfalt bei Schönheit zeigen als auch die Stadt um uns herum feiern und das ist es, was am aufregendsten ist“, sagte sie.
Das Unternehmen startete einen Aufruf auf Instagram, dass sie nach „Models“ sucht und konnte sich vor Bewerberinnen kaum retten.

Die Frauen trugen nichts außer Dessous! (Foto: Bluebella)

„Viele Frauen, die posierten, litten in der Vergangenheit unter geringem Selbstwertgefühl und sahen darin eine gute Möglichkeit, dies zu überwinden“, fährt Emily Bendell fort.

„Alle Frauen waren an diesem Tag umwerfend. Wir hatten nur 26 Sekunden für jede Aufnahme während die Ampel auf Grün stand, deshalb mussten wir superschnell sein. Wir hatten fantastische Reaktionen von den Fußgängern, die die Mädels bejubelten.“

„Die Mädchen repräsentierten perfekt unsere vielfältige und freche Instagram-Familie und sahen alle umwerfend aus.“

Der Laufsteg wurde vor dem Beginn der LWF errichtet. (Foto: Bluebella)

Visual Merchandiser Lexi Brown, 26, aus Beckenham, Kent, hatte 16 Kilo verloren, nachdem sie an Colitis ulcerosa litt, einer Krankheit ähnlich Morbus Crohn.

„Das ist eine tolle Möglichkeit, wieder selbstbewusster zu werden”, sagte sie. „Ich war etwas nervös, aber es war ein großer Spaß.“

Rachel Atherley-King, 23, eine Physiotherapie-Studentin an der Brunel University in West London, dachte, zu posieren sei eine gute Möglichkeit, um zu beweisen, dass sie ihre Angst-Probleme überwinden kann.

„Für mich war das ein Test für mein Selbstbewusstsein“, erklärt sie. „Ich wollte sehen, ob ich den Mut habe, nur in meiner Unterwäsche mitten in London zu stehen. Ich hatte in der Vergangenheit Angst-Probleme, die dazu führten, dass ich nichts tun konnte und dachte, dies sei eine gute Möglichkeit zu testen, ob ich sie überwunden habe. Ich glaube, das habe ich!“

Die „Models“ legten die Oxford Street lahm. (Foto: Bluebella)

Das jüngste Model, das teilnahm, war Chilli McCormack, 18, eine Schmink-Beraterin aus Stanford-le-Hope, Essex. Sie wollte mitmachen, da sie schon lange die Ethik der Marke bewundert.

„Ich liebe Bluebella schon lange – es geht immer darum, Frauen zu bestärken und die Models haben immer starke, einzigartige Looks. Es hat viel Spaß gemacht und die Reaktionen der Leute waren toll.“

Expansion dank Crowdfunding

Bluebella, eines der am schnellsten wachsenden Dessous-Labels der Welt, sammelte vergangenes Jahr über eine Crowdfunding-Aktion über eine Million Euro, um die rapide globale Expansion, besonders in Amerika, voranzutreiben. Emily Bendell kam die Idee für Bluebella, als sie an der Oxford University studierte und Probleme hatte, modische luxuriöse Dessous zu erschwinglichen Preisen zu finden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Marke eine Aktion zum Beginn der LFW startete, um das Selbstwertgefühl von Frauen zu fördern. Vergangenes Jahr protestierten sieben Plus-Size-Models gegen die Fixierung der Modebranche auf das, was häufig als ungesunde Schlankheit bezeichnet wird.

Kurz vor Start der London Fashion Week SS2017 kamen sieben unterschiedliche Models, darunter auch Plus-Size-Model Iskra Lawrence und das behinderte Model Kelly Knox, zusammen, um gegen die Dominanz der Größe null zu demonstrieren und die Einbeziehung von mehr Figurenformen, Hautfarben und Größen bei den Modenschauen zu fordern. Das Ziel war es, das Schönheitsideal von Größe 32 und darunter infrage zu stellen und Selbstbewusstsein und Selbstrespekt zu bewerben, unabhängig von der Körperform und -größe.

Marie Claire Dorking

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