Deshalb lieben die Deutschen ihr Bargeld!

Die Deutschen möchten sich nicht an das bargeldlose Bezahlen gewöhnen. Warum eigentlich? (Bild: ddp)

Nur Bares ist Wahres? Nicht nur in Deutschland halten viele Verbraucher weiter an Scheinen und Münzen fest. Und zwar aus diesen Gründen!

Rund 84 Prozent der Deutschen können sich einer Studie der Direktbank ING-DiBa zufolge nicht vorstellen, jemals vollständig ohne Bargeld zu leben. Nur Italien übertrifft das, dort hängen mit 85 Prozent noch mehr Menschen am Bargeld.

Die Zahl der Banknoten wächst immer weiter

Längst nicht jeder bezahlt seine Einkäufe hierzulande lieber mit der Karte. Ein Stück Gewohnheit. Nur die Hälfte der Deutschen empfindet das bargeldlose Bezahlen einem Bericht des „Handeslblatts“ zufolge als sicher, wogegen fast 80 Prozent Bargeld als sicher bewerten.

Die Liebe zum Bargeld ist offenbar weiter ungebrochen. Die Zahl der Euro-Banknoten wächst. Knapp 20 Milliarden Stück seien derzeit im Umlauf, berichtet zum Beispiel „Welt.de“. Bei der Einführung der Gemeinschaftswährung am 1. Januar 2002 seien es gerade mal 7,8 Milliarden gewesen, seither steige die Zahl unaufhörlich. Allein in den zwölf Monaten zwischen März 2016 und März 2017 seien rund 1,3 Milliarden Stück hinzugekommen. Und nicht nur in der Euro-Zone sei das Mengenwachstum festzustellen. Weltweit wachse die Zahl der Geldscheine Jahr für Jahr um rund fünf Prozent.

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Der größte Teil der Euro-Banknoten werde zur Wertaufbewahrung genutzt, gerade auch im Nicht-Euro-Land. Und der weltweit als Leitwährung angesehene US-Dollar wird zudem in vielen Ländern als Parallelwährung genutzt. Stabilität und Wert einer Währung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Fälschungssicherheit.

Aus Sicht vieler Verbraucher hierzulande gibt es noch ein weiteres Argument: Wer mit Bargeld zahle, hinterlasse keine elektronischen Spuren, so der Gedanke. Beim Einkaufen mit Schein und Münzen behalte man zudem einfacher den Überblick über die eigenen Finanzen. Die beschlossene Abschaffung des 500-Euro-Scheins bestärkt manche Bargeldbefürworter sogar noch.

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Trotzdem gehört es in vielen Ländern schon zum Alltag, dass man schnell die Geldkarte zückt. In Schweden zum Beispiel nehmen manche Parkuhren schon keine Münzen mehr, und in Kirchen wird per Automat gespendet. Auch in Städten wie London ist es für viele Menschen längst normal, dass sie selbst Kleinstbeträge wie für den Coffee to Go oder für das Busticket mit der Karte bezahlen.

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