Deshalb ist „Santa Clause“ der unheimlichste Weihnachtsfilm aller Zeiten

Tim Allen und Elizabeth Mitchell am Set von „Santa Clause 2“. (Bild: Getty Images)

Auf Twitter fragt eine Userin, welcher Weihnachtsfilm der brutalste, horrormäßigste Weihnachtsfilm aller Zeiten ist. Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Doch dann erklärt die Fragestellerin selbst, welcher Film ihrer Meinung nach der unheimlichste ist.

Laut Hannah Priest, so der Name der Twitter-Userin, ist die komplette Santa-Clause-Trilogie an Horror kaum zu überbieten. Die Filme entstanden in den Jahren 1994, 2002 und 2006. Darin spielt Tim Allen den fürsorglichen Familienvater Scott Calvin. Als der eigentliche Weihnachtsmann tödlich verunglückt, wird Calvin selbst zum neuen Santa. Eine Klausel sieht vor, dass, wer auch immer den Mantel eines toten Weihnachtsmannes überstreift, selbst zum Weihnachtsmann wird. Daher auch der Name „Santa Clause“ statt „Santa Claus“ („clause“ von Klausel).

Warum aber gerade dieser Weihnachtsfilm? In insgesamt 22 Tweets legt Priest eine Theorie dar, warum es sich bei der Trilogie um den bösartigsten Weihnachtsfilm handelt.


Es sei nicht die Verwandlung von Scott Calvin in den Weihnachtsmann, die den Film für sie so unheimlich mache, erklärt Priest. Auch nicht den Umstand, dass Teil 2 dem „schrägen Subgenre“ des „Santa findet eine Ehefrau“ zuzordnen ist, finde sie am schlimmsten. Nein, der wahre Horror beginne damit, dass der echte Weihnachtsmann gleich zu Beginn von Teil 1 einfach stirbt – und zwar sehr langsam. Eine nicht gerade kindgerechte Darstellung.

Die Elfen am Nordpol würden den Tod des Weihnachtsmanns zudem nicht betrauern. Ganz so, als wäre überhaupt nichts geschehen. Einer der Elfen, Bernard, akzeptiert einfach, dass der neue Santa jetzt Scott Calvin ist. Außerdem würden die beiden wichtigen Elfen Judy und Bernard in Teil 2 beziehungsweise Teil 3 nicht mehr auftauchen – und niemand scheint in den Filmen darüber traurig zu sein oder auch nur zu erwähnen, dass die beiden nicht mehr da sind.

Tim Allen als Weihnachtsmann im dritten Teil der Trilogie. (Bild: wenn)

Aber es komme noch viel schlimmer, verspricht Hannah Priest ihren Followern. In Teil 2 nämlich muss der alleinstehende Scott Calvin nämlich verkuppelt werden, da ein Weihnachtsmann immer verheiratet sein muss. Eine Klausel sieht dies vor. Doch der Elf Curtis hat in seinen 900 Jahren, die er am Nordpol tätig ist, noch nie etwas davon gehört. Was bedeutet, dass alle Männer vor Scott bereits verheiratet gewesen sein müssen, bevor sie zum Weihnachtsmann wurden.

Die Frage, die sich Hannah Priest stellt, lautet: Wo sind all die Frauen hin?

Doch es kommt noch ärger! In Teil 3 ist die Halle der Schneekugeln zu sehen, in der sich insgesamt rund 50 bis 60 Schneekugeln befinden. Eine jede Kugel steht für einen Weihnachtsmann. Vor Scott Calvin haben also schon rund vier bis fünf Dutzend Weihnachtsmänner existiert, die vermutlich alle verheiratet waren. Und wie man in Teil 3 erfährt, können Weihnachtsmänner auch Kinder zeugen. Scott bekommt am Ende nämlich Nachwuchs: Buddy Claus.

Was ist also mit all den Frauen und Kindern der vergangenen Weihnachtsmänner passiert. Warum erzählen die Elfen nicht von ihnen?

Hannah Priest löst ihre Theorie auf: Die Elfen verfügen in ihrer Küche über einen riesigen Ofen. Doch Elfen assistieren dem Weihnachtsmann lediglich bei der Herstellung von Spielzeugen, nicht aber durch die Produktion von Keksen. Doch die Elfen würden immer, wenn sie auf ihr spezielles Kakao-Rezept angesprochen würden, verschmitzt lächeln. Die Rezeptur haben die Elfen über Jahrhunderte verfeinert.

Priest schlussfolgert: Die Elfen haben die Ehefrauen und Kinder sämtlicher Weihnachtsmänner im Ofen gebacken, um den speziellen Gechmack des Kakaos hinzubekommen. „Deswegen ist Santa Clause der unheimlichste Weihnachtsfilm aller Zeiten“, schreibt die Twitter-Userin.