DESG-Führung stärkt Pechstein den Rücken, auch Hörmann lobt

DESG-Führung stärkt Pechstein den Rücken, auch Hörmann lobt

Spitzenkräfte der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) trauen der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein den von ihr beabsichtigten Start bei den Winterspielen 2022 in Peking zu. 
"Claudia ist eine außergewöhnliche Athletin, die sicherlich genau weiß, was sie da tut. Für mich gibt es keine Altersgrenze. Es gibt eine Leistungsgrenze", sagte Sportdirektor Robert Bartko am Samstag. Die Leistungen würden darüber entscheiden, wie weit sie komme. "Wenn sie sich das Ziel gesetzt hat, dann muss man das respektieren. Zutrauen muss man ihr das allemal", sagte Bartko.
Die fast 46-jährige Pechstein hatte am Freitag nach dem enttäuschenden achten Platz über ihre Paradestrecke 5000 m bei den Winterspielen in Pyeongchang ihren Wunsch bekräftigt, auch an den Winterspielen 2022 in Peking teilzunehmen.
Chef-Bundestrainer Jan van Veen zeigte sich offen. "Ihr steht frei zu tun, was sie will. Wenn sie Freude hat und Leistung bringt, kann sie auch bis 60 laufen", sagte der Niederländer. Dass Pechstein im hohen Athletinnenalter noch immer beste Deutsche auf den Langstrecken ist, bereitet ihm indes Sorgen. "Es müssen Mädels von unten ein bisschen Druck machen. Es sieht im Damenbereich nicht unbedingt positiv aus", sagte er.
Rückendeckung erhielt Pechstein auch von Alfons Hörmann. "Solange sie nicht von den jungen im Team verdrängt werden kann, kann sich die DESG doch glücklich schätzen, so jemanden wie Claudia Pechstein im Team zu haben", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).