Derniere im Musical Dome: „Bodyguard“ verlässt Köln nach 640 Shows

Ins Finale hatte das Ensemble einige witzige Einlagen eingebaut.

Am Sonntag fiel der letzte Vorhang. Mit einer umjubelten Vorstellung endete nach 22 Monaten und 640 Shows die Spielzeit des Musicals „Bodyguard“. Ins Finale hatte das Ensemble einige witzige Einlagen eingebaut. So tauchte Schauspieler Jadran Malkovich in mehreren Szenen unverhofft als Pizza-Bote auf und die Hauptdarsteller Patricia Meeden und Jürgen Fischer kuschelten sichtlich vergnügt mit dem roten Plüsch-Dom, den Köln-Tourismus-Chef Josef Sommer anlässlich des 250.000. Besuchers überbracht hatte.

Inzwischen haben mehr als 665.000 Zuschauer die Bühnenfassung des Kinofilms mit Kevin Kostner und Whitney Houston gesehen. Rekordhalter ist wohl der 25-jährige André Dammasch aus Berlin. Der Edel-Fan saß zum 41. Mal in den vorderen Reihen. Er war oft abends mit dem Flugzeug aus Berlin angereist und nach der Vorstellung mit dem Nachtzug zurückgefahren.

Ähnliches Stück geplant

„Wir sind mit dem Bodyguard-Gastspiel sehr zufrieden. Ich hatte nicht so eine hohe Erwartungshaltung und nur mit einer Spielzeit von einem Jahr gerechnet“, sagte Ralf Kokemöller. Der Chef der Veranstaltungsfirma BB Group hatte das Erfolgsstück vom New Yorker Broadway und aus dem Londoner Westend nach Deutschland geholt. Ein ähnliches Stück hat er für Köln auch jetzt wieder im Blick. „Genaues kann ich noch nicht sagen. Die Verhandlungen laufen derzeit noch.“

Nach dem Finale in Köln wird Bodyguard nach Stuttgart weitergereicht – ab 28. September unter der Regie des Show-Veranstalters Stage Entertainment. „Wir sind weiterhin Mitproduzenten“, sagte Kokemöller. „Das Stück wird Eins zu Eins übernommen.“ Die gesamten Kulissen und Bühnenrequisiten gehen nach Stuttgart, auch einige der Darsteller. So übernimmt Malkovich dort die männliche Hauptrolle.

Erstmal eine Auszeit

Für Fischer, der den Bodyguard Frank Farmer in Köln gespielt hat, wäre das keine weitere Option. „Ich möchte wieder mehr Theater spielen. In den nächsten Tagen ziehe ich aus dem Belgischen Viertel zurück in meine Münchener Heimat. Die bayrische Hauptstadt muss ich für mich erst wieder neu entdecken.“ Dort ist er schon für einige Bühnenrollen angefragt.

So spielt er in „Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“ von Felix Mitterer die Titelrolle. Die Bühnenversion des erfolgreichen Fernsehfilms soll im nächsten Sommer die Luisenburg-Festspiele, eins der renommierten Theaterfestivals in Bayern eröffnen. Auch Bühnenkollegin Meeden nimmt sich erst einmal eine Auszeit. „Ich denke, dass ich in den nächsten zwei Jahren nicht zu einer längeren Bühnenproduktion zurückkehre.“ Sie hofft nun auf Angebote für Kino- und Fernsehfilme. „Da habe ich in den letzten Monaten einiges absagen müssen, weil es terminlich nicht passte.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta