Der Sturm Herwart beweist den Irrsinn der Energiewende

Der Sturm Herwart hat nicht nur auf den Straßen für Chaos gesorgt, auch der Energiemarkt stand seinetwegen kopf. (Bild: AP)

Nicht nur auf den Straßen sorgte das Sturmtief Herwart für absolutes Chaos, sondern auch auf dem Energiemarkt. Der starke Wind erzeugte so viel Strom, dass die Preise ins Negative abrutschten. Frechheit: Die Verbraucher müssen trotzdem mehr bezahlen!

Mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde erzeugte das Sturmtief Herwart so viel Wind – und damit Energie – dass der Strompreis in Deutschland beinahe kollabierte. Das berichtet „welt.de“. Dem Onlineportal zufolge rutschte der Preis in der Spitze auf minus (!) 83,06 Euro pro Megawattstunde – im Schnitt lag er bei minus 52,11 Euro. Wie „welt.de“ weiter berichtet, läge der Strom zu Standardzeiten bei rund 37 Euro pro Megawattstunde.

Wenn Windräder viel Energie produzieren und der Strompreis dadurch fällt, profitiert davon leider nicht der Verbraucher. (Bild: ddp)

Das Problem: Wenn durch Wind, Wasser oder Sonne mehr Energie produziert als gerade benötigt wird, kommt es zu einer sogenannten Stromschwemme, in deren Folge die Preise abstürzen. Ein Problem ist, dass gerade Kohle- und Atomkraftwerke nur bedingt rasch herauf- und heruntergefahren werden können.

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz besagt, dass grüner Strom jederzeit ins Netz eingespeist werden darf. Die Netzbetreiber seien laut „welt.de“ dazu verpflichtet, den Strom zu einem festen Vergütungssatz abzunehmen und an der Börse EEX zu vermarkten. Dies hätte zur Folge, dass private Verbraucher nicht von den Minuspreisen profitierten, sondern sogar noch draufzahlten.

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Für die Differenz zwischen dem garantiertem Vergütungssatz und dem Marktpreis kommt nämlich – richtig – der Bundesbürger auf. Die sogenannte Erneuerbare-Energie-Umlage ist 2017 auf den Rekordwert von 6,88 Cent je Kilowattstunde gestiegen.