Der neue Schwarzwald-„Tatort“: Drama, Drama und nochmals Drama

Die Kommissare Tobler (r.) und Berg geben ein gutes Gespann ab. (SWR/ Alexander Kluge)

Der Tatort am Sonntag startete dramatisch: In einem Waldabschnitt wird ein Kind tot aufgefunden. Für die Eltern beginnt daraufhin ein emotionaler Horror-Trip. Das neue Ermittler-Duo durchkämmt den halben Schwarzwald, um nach einer Antwort zu suchen, die am Ende doch so naheliegt.

In der Episode mit dem Titel „Goldbach“ bekamen die Zuschauer zunächst einmal ein Standbild zu sehen: Mit Schnee bedeckte Baumkronen, irgendwo im Schwarzwald. Dreizehn Sekunden lang Stille, dann ein Knall. Oder besser gesagt: ein Schuss und das darauffolgende Echo.

Dieser Schuss eröffnet den ersten Fall des neuen Ermittlerpärchens Franziska Tobler und Friedemann Berg, gespielt von Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner. Ihre erste Amtshandlung besteht darin, den Eltern eines jungen Mädchens die Nachricht zu überbringen, dass ihre Tochter erschossen im Wald aufgefunden wurde.

Kommissariatsleiterin Cornelia Harms beim Ausheben des Waffenverstecks. (Bild: SWR/ Johannes Krieg)

Frieda, so der Name der Elfjährigen, war mit Paul und Linus, den Söhnen zweier befreundeter Nachbarsfamilien, zum Spielen in den Wald gegangen. Bei der ersten Spurensuche stoßen die Kommissare auf ein Waffenlager. Als Pauls Eltern mit Kommissarin Tobler nach Hause zurückkehren, finden sie dort ihren Sohn vor. Der weiß nichts von dem Vorfall, da er mit Frieda und Linus lediglich auf einem Spielplatz war. Während die anderen beiden in den Wald gehen wollten, hatte Paul „keinen Bock“ darauf. Als dann unter der Matratze von Linus‘ Vater eine Pistole gefunden wird, ist das Familien- und Nachbarschaftsdrama perfekt.

Am Ende stellt sich heraus, dass die junge Frieda vom Nachbarsjungen Linus erschossen wurde. Die beiden hatten im Wald das Waffenversteck gefunden und mit den Pistolen gespielt. Dabei löste sich ein Schuss.

Fazit: Ein Tatort, der ausschließlich auf Drama, Trauer und negative Emotionen setzt. An keiner Stelle konnte man bei „Goldbach“ aufatmen oder mitfiebern. Das neue Ermittler-Duo Tobler und Berg, das an sich einen recht soliden Eindruck hinterlässt, hätte einen besseren Einstieg in das „Tatort“-Universum verdient gehabt.